Konstituierende Sitzung des Ortsbeirates

Wunsch nach einem Einkaufsmarkt in Hergershausen

Der neue Hergshäuser Ortsbeirat: Sabine Walz (von links), Rolf Gründling, Frank Fengel, Ortsvorsteher Horst Grimm, Corinna Liebald, stellvertretende Ortsvorsteherin Tanja Buia und Hans Solleder.
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Der neue Hergshäuser Ortsbeirat: Sabine Walz (von links), Rolf Gründling, Frank Fengel, Ortsvorsteher Horst Grimm, Corinna Liebald, stellvertretende Ortsvorsteherin Tanja Buia und Hans Solleder.

An der Spitze des Hergershäuser Ortsbeirats bleibt Horst Grimm (CDU) im Amt. Wie seine Stellvertreterin Tanja Buia wurde der Landwirt bei der konstituierenden Ortsbeiratssitzung einstimmig wieder gewählt.

Babenhausen - Weitere Mitglieder des Ortsbeirates in Hergershausen sind Sabine Walz (Grüne), Corinna Liebald und Hans Solleder (beide SPD), Rolf Gründling und Frank Fengel (beide CDU).Zur Schriftführerin wählte die Versammlung Alexandra Hilzinger, ihre Stellvertreterin ist Caroline Spatar. Stadtverordnetenvorsteher Ingo Rohrwasser gratulierte.

Neben der Wahl stand ein umfangreicher Themenmix auf der Tagesordnung, darunter der Antrag auf den Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße Richtung Eppertshausen (K183), der auf einstimmigen Wunsch des Ortsbeirats in die Prioritätenliste des Magistrats aufgenommen werden soll.

Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht wies darauf hin, dass der Kreis zuständig und der Fördernehmer sei und nicht die Stadt. Die Ortsbeiräte waren sich einig, dass der Magistrat sich dafür einsetzen solle, dass das Vorhaben mit hoher Dringlichkeit in das Bauprogramm des Kreises aufgenommen werde.

Ein weiteres Thema war der Kita-Neubau neben der Bachwiesenschule, der laut Rupprecht für Bürgermeister Dominik Stadler höchste Priorität unter den Baumaßnahmen der Stadt habe. Trotzdem müsse man wohl noch mit zwei bis drei Jahren rechnen, bis es so weit sei. Acht Gruppen seien vorgesehen. Mit den Planungen werde es jetzt losgehen, so Rupprecht. Ortsvorsteher Grimm empfahl, mit der Grundschule und dem Landkreis Gespräche aufzunehmen, um die Planungen gemeinsam abzusprechen. Eventuell könnten Räume der neuen Kita, die nachmittags nicht genutzt werden oder wenn nicht alle Gruppen ausgelastet sind, der Schule als Ersatzraumangebot zur Verfügung gestellt werden. Sabine Walz empfahl aus ökologischen Gründen Holzbauweise. Tanja Buia schlug einen kleinen aus Hergershäusern bestehenden Arbeitskreis zur Beratung für die weiteren Planungen vor, „dass die Leute vor Ort auch mitsprechen können“.

Ein wichtiges Thema war das aus Brandschutzgründen sanierungsbedürftige Bürgerhaus. „Da ist noch einiges zu tun, aber in Hergershausen ist die Halle – anders als in Harreshausen – zumindest eingeschränkt nutzbar“, sagte Rupprecht, der auf die nächsten Bauausschusssitzungen verwies, die sich mit den verschiedenen sanierungsbedürftigen Hallen im Stadtgebiet beschäftigen werden. In den nächsten sechs bis acht Wochen solle ein Zeitplan für die noch nötigen Arbeiten aufgestellt werde. Die magische Grenze ist im Moment die Zahl von maximal 199 Besuchern, die erlaubt wären. Ab 200 Besuchern ist es eine Versammlungsstätte. „Da bräuchten wir eine Sondergenehmigung“, sagte Grimm. Hans Solleder wies darauf hin, dass die Vereine, beispielsweise für die Veranstaltung der Kerb, Planungssicherheit bräuchten.

Ein Dauerbrenner in Hergershausen ist der Wunsch nach einem Einkaufsmarkt, für den bereits seit Jahren ein Bebauungsplan neben der Firma Schwinn am Ortsrand Richtung Sickenhofen besteht. Bei der Sitzung wurde ein Antrag der Firma Aumann angesprochen, in den Bachwiesen ein neues Baugebiet mit einem Einkaufsmarkt zu errichten. Aber daraus wird wohl nichts. „Die Anfrage des Planungsbüros des möglichen Bauherrn an das Regierungspräsidium ist abgelehnt worden. Dort ist kein Baugebiet möglich“, sagte Rupprecht. Aber eine neue Idee für die mögliche Lage eines Einkaufsmarktes brachte Rupprecht vom Bürgermeister mit: Jenseits des Bahnhofs und der Bahnlinie und dadurch von der B26 einsehbar, was wahrscheinlich auch einige Kunden mehr brächte.

Die Zusammenlegung der Hergershäuser und Sickenhöfer Feuerwehr mit einem Neubau zwischen den beiden Ortsteilen müsse wegen der Fördermittel vorangetrieben werden, so Rupprecht. Grimm schlug die Prüfung des Grundstücks gegenüber des Schützenhauses vor, das in städtischer Hand und voll erschlossen sei.

Eine wichtige Info ist die ab Ende Juni oder Anfang Juli wegen Brückenbauarbeiten gesperrte Kreisstraße Richtung Eppertshausen. „Die Brücke über die Semme, nahe der Gärtnerei Winkler, wird erneuert. Die Brücke über den Mühlgraben an der Langfeldsmühle bleibt offen, weil dort nur am Geländer gearbeitet wird“, sagte der Ortsvorsteher. (pg)

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