Zusätzliche Stromleitung sorgt für weitere Verzögerung

Dauerbaustelle Ludwigstraße: Zeitplan ist nicht zu halten

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Noch sind Fahrbahn und Bürgersteig im Abschnitt der Ludwigstraße zwischen Fahr- und Wilhelmstraße nur geschottert.

Babenhausen - So haben es sich weder die Planer in der Stadtverwaltung noch die Anwohner vorgestellt. Vor einem Jahr hat die grundlegende Sanierung der Ludwigstraße begonnen. Und die Bauarbeiten verzögern sich weiter. Von Norman Körtge

Anwohner um Wilhelm Spiehl (links) stießen gestern mit einem Glas Sekt an. Vor einem Jahr begannen die Bauarbeiten.

Erst wird die Trinkwasserleitung erneuert, dann direkt im Anschluss die Kanalisation grundlegend saniert und mit ihr die komplette, zirka 500 Meter lange Ludwigstraße. So war der Plan, als vor einem Jahr die Bauarbeiten in der Kernstadt begannen. Zwölf Monate später ist nun zumindest der erste Bauabschnitt zwischen Fahr- und Wilhelmstraße auf der Zielgeraden. „Nächste Woche soll asphaltiert werden“, berichtet Anwohner Wilhelm Spiehl. Der hatte gestern Nachbarn zu einem Umtrunk auf die Straße eingeladen, um das Einjährige zu begehen – selbstverständlich versehen mit einer großen Portion „Bawwehäuser Sarkasmus“, aber auch Unmut über die Bauarbeiten.

Gebaut worden ist allerdings, wie berichtet, nicht die gesamte Zeit. Nachdem im vergangenen Sommer die neue Wasserleitung verlegt worden war, passierte monatelange nichts. Grund: Bei der öffentlichen Ausschreibung für die weiteren Bauarbeiten konnte kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt werden. Heißt: Die Angebote lagen weit über dem, was die Stadt zahlen wollte. Deshalb wurden die Arbeiten neu bewertet und erneut ausgeschrieben.

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Ende Februar rückten dann wieder die Bautrupps an. Aufgeteilt in drei Abschnitte sollten die Arbeiten in der Ludwigstraße bis Ende des Jahres erledigt werden. Doch dieser Zeitplan ist nicht mehr zu halten, wie auf Nachfrage Katharina Freckmann aus dem Bauamt mitteilt. Der Grund dafür ist, dass der Stromnetzbetreiber E-Netz Südhessen noch zusätzlich eine 20-Kilovolt-Leitung von der Heinrich- zur Fahrstraße verlegt hat. An Letzterer wird dazu noch eine Trafostation gebaut, die unter anderem die Stromversorgung des Michelsbräu-Geländes sicher stellen wird. Im nächsten Schritt soll nun mit den Baufirmen ein neuer Zeitplan festgezurrt werden, berichtet Freckmann. Bereits jetzt stehe aber fest, dass die Gesamtbaumaßnahme nicht bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird.

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