Bilanz 2016 fällt positiv aus

„Strahlkraft der Grimm-Festspiele ist ungebrochen“

Hanau - Begeisterter Zuschauerzuspruch, gute Kulturkritiken und trotz schlechten Wetters sowie Konkurrenz durch die Fußball-Europameisterschaft nur ein ganz geringfügiges Minus bei den Zuschauerzahlen: Die Bilanz von Oberbürgermeister Claus Kaminsky zu den Brüder Grimm Festspielen 2016 fiel gestern durchweg positiv aus. Von Laura Hombach 

77.041 Zuschauer waren in diesem Jahr zu den insgesamt 106 Aufführungen - den vier Stücken im Amphitheater, der Inszenierung von Burning Love in der neuen Reihe „Junge Talente“ in der Ruine der Wallonisch-Niederländischen Kirche und den im Rahmenprogramm angebotenen Veranstaltungen - gekommen. Besonders angetan zeigte sich der OB in seiner Bilanz vom Niveau, das die Hanauer Festspiele inzwischen erreicht haben. „Die letzte Saison hat uns neuerlich künstlerisch ein Stück nach vorne gebracht“, lobte Kaminsky die unter Festspielleiter Frank-Lorenz Engel geleistete Arbeit. Neben dem Stammpublikum gelänge es, auch immer wieder neue Besucher zu gewinnen. „Die Strahlkraft der Festspiele ist ungebrochen“, schwärmte der Rathauschef. Als Publikumslieblinge hatten sich dabei das als Stück für die ganze Familie inszenierte Rotkäppchen mit über 29.000 Besuchern und das Musical Rapunzel mit fast 26.700 Zuschauern erwiesen.

Trotz eines leichten Minus von 0,8 Prozent gegenüber der Vorjahrsaison sei man mit der Besucherzahl zufrieden, erklärte Kaminsky. Zumal diese Zahlen vor dem Hintergrund des regnerischen Saisonbeginns und der Konkurrenz durch die EM gesehen werden müssten. Zugleich zeige der gute Zuspruch auch, dass die deutliche Erhöhung der Ticketpreise von den Besuchern akzeptiert würde und die Zuschauer das gute Preis-Leistungs-Verhältnis der Hanauer Festspiele zu schätzen wüssten.

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Positiv fällt damit auch die finanzielle Bilanz der Festspielsaison 2016 aus: Rund 192.000 Euro an Mehreinnahmen wurden beim Ticketverkauf erzielt. Zusammen mit der öffentlichen Förderung und einem Plus bei den Spenden wurden somit auf der Einnahmenseite in dieser Saison erstmals die Eine-Millionen-Grenze überschritten. Im Endergebnis blieb der städtische Zuschussbedarf rund 12.000 Euro unter dem im Haushalt eingeplanten Budget. Für die Festspiele 2016 gab die Stadt rund 313.000 Euro aus. Die eingesparten 12.000 Euro wolle man, sofern es die Haushaltslage zulasse, für die nächste Saison zusätzlich zur Verfügung stellen, kündigte Stadtkämmerer Kaminsky an.

Eröffnung der 32. Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau: Bilder

Intendant Franz-Lorenz Engel wusste zu berichten, dass das „bunt-gestreute, facettenreiche Programm“ der Hanauer Festspiele inzwischen auch immer mehr überregionalen Anklang in der Theaterszene findet. Dafür sprächen auch die beiden Nominierungen des in dieser Saison gezeigten Musicals Rapunzel für den Deutschen Musical-Preis sowie Anfragen von Theatern aus München und Berlin über eine mögliche Kooperation.

Rubriklistenbild: © Archiv: Kögel

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