Premiere für den „Froschkönig“

Wasserpatscher an der Wand

+
Als komödiantisches Familienstück hat Adisat Semnitsch die Geschichte vom Froschkönig nach dem Buch von Stefan Vögel für die Festspiele inszeniert. 

Hanau - Die Brüder-Grimm-Festspiele gehen in die zweite Runde. An diesem Samstag, 19. Mai, läuft mit „Der Froschkönig“ die zweite Produktion an.

Ein rasantes und komödiantisches Stück für die ganze Familie versprechen Intendant Frank-Lorenz Engel und Regisseurin Adisat Semenitsch.
Der ungeliebte Frosch, der im Schlafzimmer von der Königstochter im Zorn an die Wand geworfen wird, um sich danach als schöner Prinz zu entpuppen – das Märchen der Brüder Grimm um die Prinzessin und den Brunnenbewohner ist bis heute ein Sinnbild für die Suche nach dem idealen Partner, der sich erst auf den zweiten Blick als solcher zu erkennen gibt.

Zuletzt 2011 auf dem Spielplan, feiert die mitreißende Geschichte als Familienstück am Samstag um 16 Uhr Premiere im Amphitheater.

Im Mittelpunkt steht eine Prinzessin, die dem Frosch als Helfer im Unglück alles zusagt und anschließend nichts davon einlösen will. Doch ihr Vater, der König, besteht darauf. Und so muss sie mit dem wenig ansehnlichen Gefährten wie versprochen das Essen, ihre Zeit und schließlich auch das Bett teilen. Das bringt sie derart in Rage, dass sie den glitschigen „Wasserpatscher“, wie sie ihn nennt, an die Wand wirft, um überrascht festzustellen, dass sie ihm damit einen großen Gefallen erwiesen und von einem bösen Fluch befreit hat.

Das Buch für die diesjährige Aufführung stammt aus der Feder von Stefan Vögel, einem der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker. Die Musik für das für Kinder ab fünf Jahren geeignete Stück hat Valentin von Lindenau komponiert. Er gehört in der fünften Spielzeit zum Kreativteam der Festspiele für Yasmin Münter, die als jüngste der drei Märchenschwestern jene Stella spielt, die erst die goldene Kugel verliert und dann den hilfsbereiten Frosch abservieren möchte, wird die Uraufführung zur doppelten Premiere: Sie ist zum ersten Mal bei den Festspielen dabei. Auch Marina Lötschert, im Stück die Schwester Bella, ist erstmals in einer der Festspiel-Inszenierungen zu sehen. Ein in Hanau bekannter Name ist dagegen die Dritte im Bunde: Carolin Sophie Göbel, Gewinnerin des Audible Nachwuchssprecher-Preises 2016, besetzt die Rolle der ältesten Schwester Alva.

34. Brüder-Grimm-Festspiele eröffnet: Bilder

In der der zweiten Hauptrolle, dem Froschkönig Cölestin, gibt Marcus Abdel-Messih sein Debüt. Den Vater der drei Prinzessinnen, König Adalbert, mimt Christian Fischer. Er wirkte bei TV-Serien wie „Die Wache“ und „Praxis Bülowbogen“ mit. Gregor Andreska spielt Cölestins Bruder Rüdiger. Außerdem wirken mit Benedikt Selzner, Lukas Haiser, Nadine Buchert und Dieter Gring. Der frühere Festspielleiter und Schauspieler kehrt nach vielen Jahren erstmals wieder auf die Bühne in Hanau zurück und spielt die Rolle des „Eiserner Heinrich“.

„Der Froschkönig“ steht 23 Mal auf dem Spielplan. Die nächsten Aufführungen folgen am 23. Mai um 15 und 19.30 Uhr sowie am 24. Mai um 17.30 Uhr.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare