Corona

Coronavirus: Impfstoff, Ausgangssperre und Symptome - Die wichtigen Fakten zu Sars-CoV-2

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Alle Informationen, die zur Ausbreitung von Sars-CoV-2 wichtig sind.

  • Das Coronavirus Sars-Cov-2 verbreitet sich immer weiter in Deutschland.
  • In diesem Artikel erfahren Sie alles über Symptome, Inkubationszeit, Behandlung, Impfstoff, Quarantäne, Ausgangssperre und Tests
  • Händewaschen, Hygiene beim Husten und Niesen und Abstand halten sind sehr wichtig 

„Coronavirus“ oder „neuartiges Coronavirus“ und „2019-nCoV“ sind die Bezeichnungen für das neue Virus, das sich im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan verbreitet hat. Das Virus konnte im Januar 2020 als ein Coronavirus identifiziert werden. Somit gehört es zur gleichen Viren-Familie wie Sars und Mers. Einen Monat später, im Februar 2020, hat es den Namen Sars-Cov-2 bekommen. Der Name steht für „Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2“. Das Virus verursacht die Lungenkrankheit Covid-19 (COrona VIrus Disease 2019). Seit 11.03.2020 spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Pandemie. 

Covid-19, die vom Coronavirus verursachte Lungenkrankheit, wird von Mensch zu Mensch übertragen. Laut Experten soll sich Sars-CoV-2 wie die verwandten Krankheiten Sars und Mers per Tröpfcheninfektion verbreiten. Wie bei Sars und Mers taucht Corona in Stuhlproben auf. Nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) ist noch nicht sicher, ob sich das Coronavirus auch fäkal-oral verbreitet. 

Coronavirus Sars-CoV-2: Das sind die Symptome von Corona

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann bis zu 14 Tage andauern (Inkubationszeit). Wer mit dem Coronavirus infiziert ist, kann diese Corona-Symptome haben.

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Durchfall
  • Atemprobleme
  • Lungenentzündung
Patienten, bei denen das Coronavirus einen schwereren Verlauf nimmt, haben oftmals Atemprobleme und Lungenentzündungen. Vor allem ältere Patienten oder Menschen mit chronischen Vorerkrankungen, sterben statistisch gesehen häufiger als andere. Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt mit, dass rund zwei Prozent an Corona sterben. Allerdings sei es wahrscheinlich, „dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen“ heißt es vom RKI. Zudem teilt das RKI in drei Kategorien ein, wie hoch das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus ist.

Coronavirus: Das sind die Behandlungsmöglichkeiten der Lungenkrankheit Covid-19

Aktuell gibt es keine spezielle Therapie gegen die von Corona hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19. Deshalb sind Maßnahmen von dem Verlauf der Krankheit abhängig. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts oder Antibiotika-Einnahme können angewendet werden. Vorhandene Grunderkrankungen werden behandelt. Da es noch keine spezifische Therapie gegenCovid-19 gibt, forschen Wissenschaftler bereits an Medikamenten. Einen Wirkstoff gibt es bislang jedoch noch nicht.

Coronavirus: Wann ist mit Impfstoffen gegen Corona zu rechnen?

Gegen das Coronavirus gibt es ebenfalls noch keine Impfung. Bei Impfstoffen gegen Mers-Coronaviren gibt es allerdings Fortschritte. Laut RKI werden diese gerade in klinischen Studien getestet. Für eine Anwendung sind die jedoch noch nicht erhältlich. Ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte möglicherweise im Sommer 2020 getestet werden. Momentan forschen Wissenschaftler weiter an Impfstoffen gegen Corona.

Coronavirus: Patienten müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne

Da die Inkubationszeit der von Corona hervorgerufenen Lungenkrankheit Covid-19 maximal 14 Tage dauert, müssen Kontaktpersonen von Infizierten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Das Gesundheitsamt überprüft dann den Gesundheitszustand der Patienten. 

Falls Symptome vorliegen, kann das Gesundheitsamt schnell handeln. Außerdem sorgt eine Quarantäne dafür, dass das Coronavirus nicht weitergegeben werden kann. Dadurch soll die Verbreitung des Virus verhindert und eingedämmt werden. 

Corona: Händewaschen, Hygiene beim Husten und Niesen und Abstand halten sehr wichtig 

Das Coronavirus hatte zunächst China und vor allem die Region Hubei lahmgelegt. Mittlerweile hat es auch Europa und Deutschland getroffen. Die Website der WHO gibt einen Überblick über die aktuellen Zahlen.

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Um das Coronavirus einzudämmen, raten das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Maßnahmen. Diese gelten auch für Krankheiten wie die Grippe.

  • Händewaschen: Sehr häufig kommen die Hände mit Keimen in Kontakt. Durch Berührungen werden die Keime weitergegeben. Daher sollte man sich die Hände regelmäßig waschen - auch, wenn sie nicht schmutzig sind. Die Hände sollte man 20 bis 30 Sekunden waschen
  • Hygiene beim Husten und Niesen: Beim Husten und Niesen kann das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion weitergegeben werden. Deshalb sollte man beim Husten oder Niesen Abstand von anderen Personen halten, in ein Einwegtaschentuch niesen und dieses entsorgen. Wer kein Taschentuch zur Hand hat, sollte in die Armbeuge niesen oder Husten und sich von anderen Personen wegdrehen
  • Abstand halten: Menschen, die eine ansteckende Infektionskrankheit haben, sollten Abstand zu anderen Personen halten (ein bis zwei Meter). Gefährdete Personen sind vor allem Schwangere, Säuglinge, alte und immungeschwächte Menschen. Engen Kontakt (Küssen, Umarmen) sollte man vermeiden. Sollte man Kontakt gehabt haben, gilt: gründlich Hände waschen

Coronavirus: So funktioniert der Test, der auch beim Vaterschaftstest zum Einsatz kommt

Um das Coronavirus zu testen, wird eine Methode angewandt, die auch bei Vaterschaftstests zum Einsatz kommt. Die Rede ist von der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Forscher nehmen bei diesem Test Abstriche aus Rachen und der Nase und untersuchen diese. Testergebnisse sind in ein bis zwei Tagen da. Um auf Corona getestet zu werden, müssen Menschen Symptome haben und innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet gewesen sein bzw. Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall gehabt haben.

Wuhan und China waren besonders von Corona betroffen

Besonders stark vom Coronavirus betroffen waren die chinesische Stadt Wuhan und die Region Hubei. Sämtliche Zug-und Flugverbindungen nach und aus Wuhan wurden eingestellt. Ebenfalls wurde der Bus- und U-Bahn-Verkehr eingestellt. Bewohner durften Wuhan nicht verlassen. 

In Wuhan entstand auch ein Notkrankenhaus mit rund 1.000 Betten. Dort wurden an Covid-19 erkrankte Personen behandelt. Mittlerweile sieht die Lage in Wuhan (Stand: 20.03.2020) besser aus. Langsam normalisiert sich das Leben der Menschen wieder. 

Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: Es droht eine Ausgangssperre

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat strikte Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 angekündigt. So sollen beispielsweise Kinos, Theater, Einzelhandel, Bars und Clubs schließen. Ausgenommen davon sind Supermärkte. Andere EU-Länder wie Italien, Frankreich und Belgien haben bereits Ausgangssperren wegen des Coronavirus verhängt. Auch in Deutschland könnte das bald passieren. 

Unter einer Ausgangssperre versteht man ein Verbot, öffentliches Gelände wie Straßen oder Plätze zu betreten. Außerdem fällt darunter auch ein Ausgehverbot, also das Haus oder die Wohnung zu verlassen bzw. zu bestimmten Zeiten auszugehen und kann deshalb mit einem Hausarrest verglichen werden. Eine Ausgangssperre kann politisch, militärisch oder polizeilich angeordnet werden. Bisher herrscht in Deutschland wegen Corona ein Kontaktverbot.

Corona: Viele Unternehmen ordnen wegen des Coronavirus Kurzarbeit an

Unternehmen können rückwirkend ab März wegen Corona Kurzarbeit anmelden. Dann müssen Unternehmen keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen. Aus wirtschaftlichen Gründen (Corona-Wirtschaftskrise) oder wegen eines unabwendbaren Ereignisses können Betriebe die Arbeitszeit vorübergehend verringern und Kurzarbeit anmelden. In diesem Fall können Arbeitnehmer bei einem vorübergehenden Arbeitsausfall weiter beschäftigt werden - auch im Falle des Coronavirus. Gezahlt wird das Geld von der Agentur für Arbeit. 

Rubrikenfoto: Robert Michael/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Patrick Pleul

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