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Coronavirus Sars-CoV-2: Wer wird getestet - und wer nicht?

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In Deutschland wird nicht jeder auf das Coronavirus getestet.
In Deutschland wird nicht jeder auf das Coronavirus getestet. © picture alliance/dpa

Nicht jeder wird in Deutschland auf das Coronavirus getestet. Aber woran liegt das und wer wird getestet?

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Immer mehr Menschen werden positiv auf Covid-19 getestet. Hinzu kommt, dass auch die Grippe- und Erkältungszeit nicht vorbei ist. Die Symptome der drei Krankheiten überschneiden sich, sodass eine zweifelsfreie Unterscheidung nicht unbedingt möglich ist. Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus-Test in Deutschland

Wer wird in Deutschland auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet?

Nicht jeder, der Symptome des Coronavirus Sars-CoV-2 aufweist, wird in Deutschland auch getestet. Letztendlich obliegt die Entscheidung, ob getestet wird oder nicht dem behandelnden Hausarzt oder der Klinik. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt, dass folgende Personengruppen getestet werden sollen: 

Zu den vom RKI festgelegten Coronavirus-Risikogebieten zählen derzeit (Stand: 20.03.2020) folgende Regionen:

Warum wird nicht jeder mit Erkältungs-Symptomen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet?

Die Labore in Deutschland sind derzeit sehr mit der Analyse von Coronavirus-Tests ausgelastet. Wie viele Tests pro Tag in Deutschland durchgeführt werden, ist unklar. Es ist jedoch klar, dass die vorhandenen Ressourcen nicht für einen Test ohne begründeten Verdacht ausreichen. 

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich privat einen Coronavirus-Selbsttest zu kaufen, der durch die getestete Person selbst durchgeführt wird. Fraglich ist, ob ein Test dieser Art verlässlich ist.

Was kostet der Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2?

Der Coronavirus-Test kostet etwa 200 Euro. Verordnet ein Arzt den Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2, wird er von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Der Arzt muss bei seiner Entscheidung die oben aufgeführten Kriterien des Robert-Koch-Instituts berücksichtigen. 

Was sollte man tun, wenn man vermutet, dass man mit dem Coronavirus infiziert ist?

Die Kassenärztliche Vereinigung rät Patienten, die eine Coronavirus-Infektion vermuten, nicht direkt eine Hausarzt-Praxis aufzusuchen, sondern vorab anzurufen. So soll vermieden werden, dass eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 beim Hausarzt im Wartezimmer weiter verbreitet wird. Wer Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten hat, soll sich laut einem Rat des Robert-Koch-Instituts (RKI) an das zuständige Gesundheitsamt wenden - egal, mit oder ohne Symptomen. 

Wo kann ich mich in Südhessen auf den Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen? 

Das Coronavirus Sars-CoV-2, welches erstmals im Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan diagnostiziert wurde, verbreitet sich rasant auf der ganzen Welt. Auch in Südhessen ist der Coronavirus mittlerweile angekommen. In Offenbach (Hessen) hat das Coronavirus den ersten Todesfall gefordert*. In Hessen gibt es insgesamt 16 Testzentren. 

Auch an der Großstadt Frankfurt geht das Virus nicht spurlos vorbei. Die Geschäfte sind geschlossen - die Stadt Frankfurt steht wegen des Coronavirus still. Wer den RKI-Kriterien entspricht, kann sich nun in Südhessen testen lassen.

An folgenden Stellen in Südhessen wurden Testzentren für den Coronavirus Sars-CoV-2 eingerichtet: 

Allerdings muss man zwingend vorher Kontakt aufnehmen zur Kassenärztlichen Vereinigung (KV) unter Telefon 116 177. 

Von Luisa Ebbrecht

*op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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