Enormer Sachschaden

Massenkarambolage auf der A5: Polizist platzt bei Gaffern der Kragen 

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Massenkarambolage auf der A5: Sechs Fahrzeuge sind zwischen den Anschlussstellen Weiterstadt und Langen an dem Unfall beteiligt.

Schwerer Unfall auf der A5: Zwischen den Anschlussstellen Weiterstadt und Langen kommt es zu einer Massenkarambolage. Gaffer behindern massiv die Rettung - einem Polizisten platzt da der Kragen.

Update, 12.41 Uhr: Gaffer und eine fehlende Rettungsgasse haben die Einsatzarbeiten nach einem schweren Unfall auf der A5 in Südhessen erheblich erschwert. Sechs Menschen wurden bei dem Zusammenstoß eines Autos mit zwei Kleinlastern in der Nacht auf Freitag verletzt, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt kollidierten demnach fünf Fahrzeuge miteinander. Den Rettungskräften bot sich ein "ausgedehntes Trümmerfeld", wie die Polizei berichtete.

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"Die Anfahrt sämtlicher Einsatzkräfte erwies sich als äußerst schwierig, da die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse vorbereitet bzw. gebildet hatten", berichtete die Polizei. Es seien Personalien aufgenommen worden. Um wie viele Fälle es sich handelt, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Nun werde geprüft, inwieweit die Personen belangt werden könnten. In einem Fall sei ein Smartphone überprüft und wieder zurückgegeben worden.

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Massenkarambolage auf der A5: Polizist nimmt sich Gaffer zur Brust

Eine Polizisten ist auf der A5 bei einem Gaffer der Kragen geplatzt. Er ging laut "Bild"-Zeitung mit einem Brummi-Fahrer zu einem Unfallauto: „Willst du das fotografieren? Willst du da drin gesessen haben? Ist es das, was du willst? Willst du das sehen? Braucht dein Chef das? Braucht dein Chef das Foto, damit er dir glaubt?“

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Der Polizist wütet weiter: „Braucht deine Familie das, damit sie dir glaubt, dass du im Stau gestanden hast?“ Der Fahrer fing an zu heulen. Probleme mit Gaffern werden auch in der Politik diskutiert. Erst in der vergangenen Woche hatte der Bundesrat strengere Gesetze gegen Schaulustige verlangt, die Fotos oder Videos von Unfallorten machen.

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Schwerer Unfall mit sechs Fahrzeugen auf der A5 - Gaffer behindern massiv die Rettung

Update, 7.43 Uhr: Nun gibt es weitere Details, wie es zu dem schweren Verkehrsunfall auf der A5 gekommen ist. Ein mehrspuriger Schwertransport befuhr den Streckenabschnitt des E-Highway. Aufgrund der Höhenbeschränkung unter den sogenannten ELISA-Oberleitungen waren hierdurch alle vier Spuren für den nachfolgenden Verkehr blockiert und es entstand ein Stau. Auf der dritten und vierten Spur hinter dem Schwertransporter fuhren Iveco-Kleinlaster. 

Ein 19-Jähriger aus Frankfurt fuhr auf der linken Spur, erkannte das Stauende nicht und prallte auf den Kleinlaster vor ihm. Dadurch geriet auch der andere Kleinlaster ins Schleudern, einer der Ivecos stürzte dabei um, der andere kam quer zur Fahrbahn zum stehen. 

Massenkarambolage auf der A5

Der Audi des 19-Jährigen fing Feuer und brannte komplett aus, der Fahrer habe sich vorher in Sicherheit bringen können, wie die Polizei mitteilt. 

Kurze Zeit später fuhren ein VW und ein Mini in die Unfallstelle. Alle Fahrer der beteiligten Fahrzeuge wurden verletzt. Der Sachschaden ist enorm. Aktuell geht die Polizei von einer Schadenshöhe von etwa 400.000 Euro aus. 

Erstmeldung, 24. Mai, 6.25 Uhr: Darmstadt - In der Nacht zu Freitag hat es einen schweren Unfall auf der A5 in Richtung Frankfurt gegeben. Sechs Fahrzeuge waren daran beteiligt, darunter zwei Transporter. Mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt. Gaffer behinderten massiv die Bergung der Verletzten. 

Schwerer Unfall auf der A5: Gaffer blockieren Rettungsgasse

In der Höhe von Erzhausen hat es kurz vor Mitternacht heftig gekracht. Bei dem Unfall brannte ein Sportwagen unter den Stromleitungen des LKW E-Highways komplett aus. Man kann von Glück sagen, dass diese zu dem Zeitpunkt stromlos waren.

Während der Aufräumarbeiten wurden die Retter Zeuge schockierender Szenen. Schaulustige sammelten sich auf der Gegenfahrbahn, ein Sprinterfahrer hielt sogar einfach an, schaltete noch nicht mal die Warnblinker an und ignorierte die Aufforderungen der Polizei. Auch wurde keine Rettungsgasse gebildet, weil einige Autofahrer ausgestiegen sind und so die Einsatzfahrzeuge nicht zum Unfallort gelangen konnten. 

Einigen Schaulustigen droht hohes Bußgeld

Ein Autofahrer filmte die Unfallstelle während der Fahrt. Dem Mann droht jetzt ein saftiges Bußgeld und eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Bei besonders hartnäckigen Fällen griff die Polizei zu einer drastischen Maßnahme und führte die Schaulustigen nah an die Unfallstelle heran. Ein Autofahrer brach daraufhin in Tränen aus. 

Die sechs schwer Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Insgesamt 100 Rettungskräfte waren im Einsatz, die Bergung dauerte bis etwa 2.30 Uhr. 

(ror/chw)

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