Gebäude sollte zwangsversteigert werden

Wohnhaus explodiert und brennt ab - Polizei nimmt Eigentümer fest

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Die Feuerwehr sichert die Stelle, an der ein Wohnhaus in Birkenau nach einer Explosion völlig zerstört wurde.

Ein Wohnhaus im südhessischen Birkenau ist am Freitagmorgen explodiert und bis auf die Grundmauern abgebrannt.

Update, 24. März, 13:00 Uhr: Laut Medienberichten konnte die Polizei den Eigentümer des explodierten Hauses in Birkenau ausfindig machen und festnehmen. Er steht unter dringenden Tatverdacht, die Explosion selbst herbeigeführt zu haben. 

Update, 23. März, 09:25 Uhr: Nachdem am frühen Freitagmorgen im südhessischen Birkenau ein Haus explodiert und bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, sucht die Polizei mit Hochdruck nach Rüdiger Kohl, dem Eigentümer des Hauses. Gegen ihn wird wegen besonders schwerer Brandstiftung ermittelt, wie die Polizei mitteilt. Die Behörde hat nun auch ein Foto des dringend Tatverdächtigen veröffentlicht. 

Wer den Gesuchten gesehen hat oder seinen Aufenthaltsort kennt, wird dringend gebeten, sich mit der Kriminalpolizei (K 10) in Heppenheim unter der Rufnummer 06252 / 7060 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Update, 22. März, 19:40 Uhr: Die Polizei sucht nun nach dem Hausbesitzer. Der 59-Jährige steht unter Verdacht, das Gebäude angezündet zu haben. Es sollte den Angaben zufolge am Freitag zwangsversteigert werden. Am Nachmittag veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Fahndungsaufruf nach dem Mann. Ihm werde besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, hieß es in der Mitteilung.

Gasflaschen in Brandruine gefunden

In der Brandruine seien mehrere Gasflaschen gefunden worden, so die Ermittler. Einige seien "entweder im Zuge des Feuers oder vor Brandausbruch gezündet worden, so dass es zu einer Explosion kam". Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mannes, der wohl alleine lebte, gab es den Angaben zufolge zunächst nicht. Unter den Trümmerteilen sei er nicht gefunden worden.

Die Feuerwehr sichert die Stelle, an der ein Wohnhaus in Birkenau nach einer Explosion völlig zerstört wurde.

Über das Unglück sagte eine Polizeisprecherin, Nachbarn hätten berichtet, einen lauten Knall gehört zu haben. Gebäudeteile seien 20 bis 30 Meter hoch in die Luft geschleudert worden. Die Suche nach der Ursache der Explosion und des Brandes werde wohl einige Zeit in Anspruch nehmen, besonders angesichts der großen Zerstörungen. "Das Haus ist ein Trümmerhaufen und eigentlich gar nicht mehr als Gebäude erkennbar", so die Sprecherin.

Erstmeldung, 22. März, 11:44 Uhr: Birkenau/Darmstadt - Nachbarn hätten berichtet, einen lauten Knall gegen 7.45 Uhr gehört zu haben, sagte eine Polizeisprecherin in Darmstadt. Gebäudeteile seien 20 bis 30 Meter hoch in die Luft geschleudert worden. Einziger Bewohner des Hauses in der Buchklinger Straße im Ortsteil Löhrbach ist ein 59 Jahre alter Mann. Wo er sich aktuell aufhält ist noch unklar. Nach den bisherigen Informationen ist nicht bekannt, ob er sich im Gebäude befand. Der Hessische Rundfunk berichtete unter Berufung auf den Landrat, das Haus habe am Freitag zwangsversteigert werden sollen.

Die Ermittler konnten nach Polizeiangaben das bis auf die Grundmauern abgebrannte Gebäude am Freitagvormittag zunächst noch nicht betreten. Die Feuerwehr sei im Einsatz, um letzte Glutnester zu löschen. Zudem bestehe Einsturzgefahr. Umliegende Häuser wurden sicherheitshalber geräumt und eine Sicherheitszone eingerichtet, sagte die Polizeisprecherin. Das Dach eines Nachbargebäudes sei beschädigt worden, über andere Schäden an weiteren Häusern war zunächst nichts bekannt. (dpa)

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