Kontrollen an A5 und A67

Erschreckendes Ergebnis: Polizei kontrolliert 15 Reisebusse

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Die Polizei hat auf der A5 und der A67 bei Darmstadt 14 Reisebusse gestoppt. Die Fahrer hatten die Ruhezeiten nicht eingehalten. (Symbolbild)

Auf der A67 und A5 bei Darmstadt hat die Polizei 15 Reisebusse kontrolliert - und etliche Mängel festgestellt. Vor allem das Verhalten eines Fahrers erschreckt. 

Darmstadt - Polizisten haben zwischen Donnerstag (31.10.2019) und Montag (04.11.2019) Lkw und Omnibusse auf der A5 und der A67 rund um Darmstadt kontrolliert. Dabei wurde bei fast jedem Bus ein jeweils massiver Verstoß bei den Ruhezeiten festgestellt. 

Von den 15 kontrollierten Omnibussen wurde laut dem Bericht der Polizei nur bei einem kein Mangel festgestellt. Den anderen wurde die Weiterfahrt von den Beamten untersagt. Zwei Busfahrer eines osteuropäischen Unternehmens, die zwischen Dortmund und Bukarest unterwegs waren, seien beispielsweise schon mehr als 30 Stunden am Stück in dem Bus unterwegs gewesen.

Kontrollen an A5 und A67 bei Darmstadt: Reisebus gestoppt - Keine Ruhezeiten

Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage mitteilte, dürfen die Busfahrer ihre Ruhezeiten nicht auf dem Beifahrersitz verbringen. Wenn keine Schlafkabine in dem Fahrzeug ist, muss ein Schlafplatz außerhalb des Busses gesucht werden. 

Da sich die beiden Fahrer nicht an diese Vorschrift gehalten hatten, wurde die Fahrt von den Beamten beendet. Die Fahrgäste mussten am Hauptbahnhof in Darmstadt aussteigen, die Busfahrer wurden in einem Hotel einquartiert. Ruhezeiten nicht einzuhalten sei gefährlich und verantwortungslos: "Da sitzen bis zu 50 Fahrgäste in einem Bus, die Fahrer haben eine große Verantwortung, gerade bei so langen Strecken", sagte der Sprecher.

Darmstadt: Polizei kontrolliert Reisebusse und Lkw - Fahrer manipulieren Aufzeichnungen

Nur einen Tag später wurde wieder ein Bus des gleichen Unternehmens kontrolliert. Auch hier waren die Fahrer schon zu lange am Stück in ihrem Fahrzeug unterwegs. Für die Passagiere endete auch diesmal die Fahrt frühzeitig. In beiden Fällen kassierten die Beamten von den Fahrern eine Sicherheitsleistung von jeweils etwa 5000 Euro, um das folgende Verfahren zu sichern. Die Fahrer hatten nämlich keinen festen Wohnsitz in Deutschland. 

Bei einem anderen osteuropäischen Bus haben die Fahrer laut Polizei bei der Kontrolle versucht, ihre Lenkzeiten zu verschleiern, indem sie falsche Bescheinigungen zu Ruhezeiten vorlegten. Die Schaublätter, in denen das festgehalten wird, wurden von den Fahrern vernichtet. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt. Das Gleiche widerfuhr Fahrern eines Busunternehmens, das von Serbien ins Ruhrgebiet unterwegs war. 

Kontrollen an A5 und A67 bei Darmstadt: Keine Fahrerlaubnis 

Doch nicht nur Reisebusse hielten sich nicht an die vorgeschriebenen Ruhezeiten, auch zwei Fahrer eines Gefahrenguttransporters waren seit 24 Stunden nonstop unterwegs. Bei einem Kühl-Sattelzug aus Osteuropa wurde der Fahrer dabei ertappt, dass er nicht nur keine Fahrerbescheinigung besaß, sondern zudem auch noch die Fahrerkarte seines Chefs benutzte. Ihm droht nun ein Strafverfahren. Insgesamt wurden bei den Kontrollen 36.000 Euro an Sicherheitsleitungen einbehalten. 

svw

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