Existenzgefahr

Alpaka-Farm wegen Corona in Not: „Unsere Kraft reicht nicht mehr aus“

Die Alpaka-Farm in Darmstadt ist wegen Corona in finanziellen Schwierigkeiten. Die Besitzer rufen nun zu Spenden auf, denn staatliche Unterstützung erhalten sie nicht.

  • Corona* bedroht die Alpaka-Farm in Darmstadt.
  • Erhalten die Besitzer keine Spenden, müssen sie die Alpaka-Herde verkleinern.
  • Denn für sie gibt es keine staatliche Unterstützung.

Darmstadt - Den ersten Corona-Lockdown haben die Alpakas der Farm „Luna Alpaka“ in Darmstadt noch recht gut überstanden. Doch jetzt wird das Geld für die 14 Alpakas knapp. Womöglich müssen die flauschigen Tiere, die unter anderem Cinderella, Nuspli und Konfetti heißen, bald in ein neues Zuhause. Denn die Alpaka-Farm kann ihre Kosten kaum noch alleine tragen.

Auf Facebook veröffentlichten die Inhaber und Tierpfleger der Alpakas nun ein Schreiben, in dem sie auf ihre nahezu ausweglose Situation hinweisen und zu Spenden aufrufen. Die Lockdown-Zeit mache ihnen sehr zu schaffen. „Leider sehen wir weder deren Ende noch die Öffnung unseres Betriebes in greifbarer Nähe“, heißt es in dem Facebook-Post.

Corona: Alpaka-Farm in Darmstadt bekommt keine Unterstützung vom Staat

Die monatlichen Kosten der Farm in Darmstadt bestehen natürlich weiter, denn die Alpakas brauchen Futter, die Stallkosten müssen getragen werden, genauso wie anfallende Rechnungen beim Tierarzt. Das Problem: Die „Luna Alpaka“-Farm wird nebengewerblich betrieben und erhält deswegen keine Unterstützung vom Staat.

Auf Facebook schreiben die Inhaber: „Lange haben wir und unsere Mitarbeiter dafür gearbeitet, dass Luna Alpakas weiter bestehen kann. Unsere Kraft reicht alleine aber nicht mehr aus.“

Die Tierpflegerin Petra Nothnagel-Kölsch hofft auf Spenden für die Alpakas in Darmstadt.

Darmstadt: Alpakas können psychisch erkrankten Menschen helfen - Während Corona nicht möglich

Die Alpakas in Darmstadt sind in normalen Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel. Auch auf Hochzeiten, Kindergeburtstagen oder in Altenpflegeheimen sind sie ein gern gesehener Gast. In der Umgebung von Darmstadt werden auch klassische Wandertouren mit den Tieren angeboten. All das ist nun nicht möglich.

Wegen Corona können die Alpakas auch nicht mehr in der tiergestützten Pädagogik eingesetzt werden. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten oder ADHS kann das Zusammensein mit Alpakas positive Auswirkungen haben.

Corona-Krise: Alpaka-Farm in Darmstadt kann nur noch durch Spenden gerettet werden

Die letzte Entscheidung wäre, die Alpaka-Herde zu verkleinern. Doch das bringen die Besitzer natürlich kaum über ihr Herz. „Das ist für uns keine Option“, betonen sie auf Facebook. Den ersten Lockdown wegen Corona überstanden die Besitzer nach eigenen Angaben recht gut. Tierpatenschaften und kleine Spenden hätten geholfen. Wenn Sie spenden möchten, können Sie sich auf der Webseite der „Luna Alpaka“-Farm informieren. *op-online.de gehört zum deutschlandweiten Netzwerk der Ippen-Redaktion. (Sandra Böhm)

Auch Tierheime in Darmstadt leiden unter der Corona-Pandemie. Denn auch bei ihnen brechen die Einnahmen weg.

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