Streit an Kasse

Angriff in einem Supermarkt: Gab es Streit über Corona-Verhaltensregeln?

Ein Streit an der Kasse eines Supermarktes in Darmstadt endet in einer Handgreiflichkeit. Zwei Menschen werden dabei verletzt. (Symbolbild)
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Ein Streit an der Kasse eines Supermarktes in Darmstadt endet in einer Handgreiflichkeit. Zwei Menschen werden dabei verletzt. (Symbolbild)

In einem Supermarkt in Darmstadt eskaliert ein Streit über Coronaregeln. Zwei Männer gehen dabei auf einen Kunden los. Auch eine Mitarbeiterin wird verletzt.

  • Ein Streit an der Kasse eines Supermarkts in Darmstadt eskaliert
  • Zwei Männer verletzten einen Kunden und eine Mitarbeiterin des Geschäfts
  • Waren die Corona-Regeln der Auslöser für den Konflikt?

Darmstadt – In einem Supermarkt in Darmstadt ist ein Streit an der Kasse eskaliert. Zwei Männer attackierten einen Kunden und verletzten dabei auch eine Mitarbeiterin des Geschäfts. Die Polizei Darmstadt hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Sie geht auch der Frage nach, inwiefern die Verhaltensregeln im Hinblick auf das Coronavirus* den Konflikt mitausgelöst haben könnten. 

Darmstadt: Männer schlagen Supermarkt-Kunden - Corona-Regeln Schuld?

Kurz nach 21 Uhr am Dienstag (31.03.2020) hatten Zeugen die Polizei Darmstadt alarmiert und in den Supermarkt in der Rüdesheimer Straße im Stadtteil Bessungen gerufen. An der Kasse des Ladens waren mehrere Kunden aneinandergeraten. Im Eingangsbereich wurde die Auseinandersetzung dann handgreiflich. 

Zwei Männer schlugen einem Kunden ins Gesicht und besprühten ihn mit Pfefferspray. Auch eine 22 Jahre alte Angestellte des Geschäfts wurde von dem Reizstoff getroffen, als sie dem 48 Jahre alten mutmaßlichen Opfer zu Hilfe kam, berichtete die Polizei Darmstadt. Der Rettungsdienst behandelte die beiden Leichtverletzten noch vor Ort. 

Darmstadt: Corona-Regeln Auslöser für Supermarkt-Streit?

Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen 29-Jährigen und einen 24-Jährigen. Sofort nach dem Angriff flohen sie aus dem Supermarkt. Die Polizei Darmstadt nahm sie aber schon nach kurzer Zeit fest. Ihren Angaben zufolge hatten beide Alkohol getrunken. Sie verbrachten die Nacht auf der Polizeiwache. 

Die Ermittlungsgruppe City der Polizei Darmstadt ermittelt nun zur Ursache des Konflikts an der Kasse des Supermarktes. Ihrem Bericht nach, besteht die Möglichkeit, dass die Situation eskalierte, weil sich einer der Beteiligten nicht an geltende Corona-Verhaltensregeln gehalten haben könnte. 

Nicht nur in Darmstadt: Immer wieder Konflikte an Supermärkten – Auch vor Corona-Krise

Viele Supermärkte dürfen wegen der Corona-Krise in Darmstadt beispielsweise nur noch mit einem Einkaufswagen betreten werden, an den Kassen gibt es Markierungen, die den Kunden signalisieren sollen, Abstand zum Vordermann zu halten. Auch die Maskenpflicht gilt in den Märkten. In einem Supermarkt in Frankfurt löste das eine Randale mit Pfefferspray aus. 

Entsetzen im Rathaus: In Darmstadt bekam der Oberbürgermeister eine Kiste via DHL zugeschickt. Als eine Mitarbeiterin sie öffnet, erkennt sie sofort die Gefahr.

Auch bevor die Lage wegen der Corona-Krise angespannter wurde, kam es immer wieder vor, dass die Polizei zu Einsätzen an Supermärkten gerufen wird. In Egelsbach, gut 15 Kilometer von Darmstadt entfernt, zückte eine Frau im Streit auf einem Aldi-Parkplatz einen Schlagstock. In einem Lidl in Schöneck (Main-Kinzig-Kreis) mündete der Streit um einen Einkaufswagen gar in ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags. (ag) *op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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