Mehrere Straßen gesperrt

Verdächtiger Geruch alarmiert Kindergarten in Darmstadt – Feuerwehr evakuiert umgehend

Auf einer Straße in Darmstadt-Kranichstein stehen ein Bus und ein Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr. Vor dem Bus stehen mehrere Rettungskräfte in Dienstkleidung sowie Zivilisten. Im Bildvordergrund läuft eine Frau mit einem Kind auf ihren Schultern, einem an ihrer rechten Hand auf den Bus zu.
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Großaufgebot der Feuerwehr in Darmstadt-Kranichstein: Auch ein Bus kam bei der Evakuierung zum Einsatz.

In Darmstadt-Kranichstein rückt die Feuerwehr wegen unheilvollem Geruch in einem Kindergarten aus. Vor Ort evakuieren die Einsatzkräfte sofort die Gebäude.

Darmstadt - Feuerwehr und Polizei sind in Kranichstein in Darmstadt ausgerückt, nachdem in einem Kindergarten ein auffälliger Geruch festgestellt worden war. Die Einsatzkräfte steuerten am Freitagmorgen (05.03.2021) die Kindertagesstätte in der Siemensstraße an, nachdem jemand der Vorfall der Einsatzzentrale gegen 08:45 Uhr gemeldet hatte. Vor Ort prüfte die Feuerwehr zunächst den Kohlenstoffmonoxid-Gehalt der Luft in den Räumen – und entschieden sich angesichts des erhöhten Messwerts vorsorglich für eine sofortige Räumung des Kindergartens und eines angrenzenden Studentenwohnheims.

Der umliegende Bereich wurde laut Polizei weitläufig abgesperrt, wodurch in Kranichstein die Jägertorstraße zwischen Siemensstraße und Hammelstift bis 12.30 Uhr voll gesperrt wurde. Vier Kinder sowie eine Betreuungsperson des Kindergartens wurden vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Ob sie sich bei dem Vorfall verletzt haben, ist derzeit unklar. Die Polizei erklärt auf Anfrage, dass bisherige Ermittlungen auf Probleme mit der Heizungsanlage hindeuten, die für das Austreten von Gas verantwortlich sein könnten. Die Untersuchungen dazu dauerten aber an.

Gasgeruch in Kindergarten: Evakuierung in Darmstadt-Kranichstein

Die evakuierten Personen wurden von der Feuerwehr vor Ort betreut, das Landratsamt stellte zudem Räumlichkeiten für die zwischenzeitliche Unterbringung der Betroffenen zur Verfügung. Von dem Angebot machten der Polizei zufolge mehr als 100 Personen gebrauch. Um 13:30 Uhr konnten die Einsatzkräfte sowohl den gesperrten Bereich rund um die Jägertorstraße als auch die beiden evakuierten Gebäude wieder freigegeben.

Vergangenen September kam es an der TU Darmstadt zu einem Chemieunfall, bei der ein 29-Jähriger schwer verletzt wurde. (Matthis Pechtold)

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