Künstlerkolonie

Mathildenhöhe in Darmstadt ist neues Weltkulturerbe  

Der Hochzeitsturm (l), das Ausstellungsgebäude (M) und die russische Kapelle (r) spiegeln sich auf der Mathildenhöhe im Lilienbecken. Die Künstlerkolonie wird zum Weltkulturerbe erkoren.
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Der Hochzeitsturm (l), das Ausstellungsgebäude (M) und die russische Kapelle (r) spiegeln sich auf der Mathildenhöhe im Lilienbecken. Die Künstlerkolonie wird zum Weltkulturerbe erkoren.

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt wird zum Weltkulturerbe erkoren.

Darmstadt –  Deutschland kann sich mit neuen Welterbestätten schmücken. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) zeichnete Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen zusammen mit acht anderen europäischen Kurorten als „Große Bäder Europas“ mit der begehrten Auszeichnung aus. Auch wurde die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt zum Weltkulturerbe erkoren. Das zuständige Komitee der Unesco traf die Entscheidungen am Samstag (24.07.2021) auf seiner 44. Sitzung in der chinesischen Stadt Fuzhou. Bereits 2020 hoffte Darmstadt auf den Welterbe-Titel.

Die Mathildenhöhe in Darmstadt aus der Wende zum 20. Jahrhundert besteht aus dem Hochzeitsturm, einer russischen Kapelle, Gebäuden, Parkanlage und Skulpturen. Die Künstlerkolonie gilt als Schnittpunkt zur Moderne der Architektur - nicht einfach ein Jugendstil-Ensemble, sondern ein Schritt zum Bauhaus. Peter Behrens als einer der ersten Künstler war später Lehrer des Bauhausbegründers Walter Gropius.

Mathildenhöhe in Darmstadt ist neues Weltkulturerbe

Die Intention zum Bau der Kolonie war im ausgehenden 19. Jahrhundert keineswegs nur kultureller, sondern handfester ökonomischer Natur. Der hessische Großherzog Ernst Ludwig sah mangels Bodenschätzen einen Wirtschaftsaufschwung nur durch mehr Qualität in den Manufakturen gewährleistet und holte Künstler aller Couleur nach Darmstadt. (marv/dpa)

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