Tatort untersucht

Streit gerät außer Kontrolle: Plötzlich fallen Schüsse - Polizei nennt neue Details

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Polizeieinsatz in Darmstadt: Im Stadtteil Kranichstein fallen Schüsse. 

In Darmstadt eskaliert der Streit zwischen zwei Familien. Plötzlich fallen in Kranichstein Schüsse. Jetzt nennen Ermittler neue Details.

  • Schüsse in Darmstadt: In Kranichstein eskaliert der Streit zweier Familien.
  • Vier Männer werden verletzt - zwei davon durch Schüsse.
  • Polizei nennt Details zum Hintergrund der Tat

Update vom Montag, 11.05.2020, 13.56 Uhr: Nachdem es in Darmstadt in der Parkstraße zu einer Auseinandersetzung mit Schüssen und mehreren Verletzten kam, gibt es nun weitere Entwicklungen. Gegen drei Männer sind Haftbefehle erlassen worden. 

Ein 56-Jähriger und seine beiden 32 und 27 Jahre alten Söhne sitzen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Der Vater aus Bosnien-Herzegowina und seine Söhne mit deutschem Pass sollen den Ermittlungen zufolge vier Kontrahenten verletzt haben. Die Schusswaffe sei bislang aber nicht gefunden worden.

Schüsse in Darmstadt: Polizei findet Diebesgut bei Ermittlungen

+++ Update, 18.19 Uhr: Mit roter Farbe aufgesprühte Pfeile und Zahlen, abgesägte Büsche, umgekippte Mülltonnen sowie aufgerissene Verpackungen von Kompressen: Auf der Parkstraße in Darmstadt-Kranichstein waren am Freitagmittag nur noch wenige Spuren einer Bluttat zu entdecken, bei der am späten Donnerstagnachmittag vier Männer verletzt worden waren. 

Rote Markierungen der Polizei nach Schüssen in Darmstadt.

Weitere Details zu Schüssen in Darmstadt - Polizei findet Diebesgut bei Durchsuchungen

Die Deutsche Presse-Agentur meldete, bei den Tatverdächtigen handele es sich um einen Vater mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit und seine zwei Söhne mit deutschem Pass. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler sollen die drei Beschuldigten, vier Kontrahenten im Alter von 29, 31, 35 und 58 Jahren im Zuge des außer Kontrolle geratenen Streits verletzt haben. Zwei von ihnen erlitten Schussverletzungen, die zwei anderen Schlagverletzungen. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden und schwebten nicht in Lebensgefahr. „Alle Beteiligten gehören zwei Familien an, unter denen zudem Verwandtschaftsverhältnisse bestehen“, teilten die Ermittler zudem mit. 

Bei dem Polizeieinsatz nach der Eskalation auf der Parkstraße in Kranichstein waren zunächst neun Personen festgenommen worden. Bei den Überprüfungen habe man bei fünf von ihnen „keine ausreichenden Tatverdachtsmomente“ begründen können, so dass diese Männer und Frauen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, hieß es. Bei fünf Wohnungsdurchsuchungen in den beiden Darmstädter Stadtteilen Kranichstein und Wixhausen sowie in Griesheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) stellte die Polizei zudem umfangreiches mutmaßliches Diebesgut sicher – darunter Navigationsgeräte und Kleidung, an der sich noch die Diebstahlsicherungen befanden. Zudem sicherten die Beamten zwei Schreckschusswaffen und zwei leere Waffenkoffer. Am Tatort fanden die Ermittler in einem Gebüsch eine Brechstange, die als mutmaßliches Schlagwerkzeug in Frage kommen soll. Die Schusswaffe wurde nicht gefunden. Die Polizei rief Zeugen auf, Bilder und Videos über das Online-Portal zu übermitteln.

Darmstadt: Schüsse in Kranichstein - Hintergründe kommen ans Licht

+++ Update vom Freitag 08.05.2020, 15.09 Uhr: Nach den Schüssen an der Parkstraße in Darmstadt gibt es neue Entwicklungen. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft für drei Männer beantragt. Gegen die drei 56, 32 und 27 Jahre alte Männer aus Griesheim und Kranichstein wird wegen versuchter Tötung ermittelt, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Verletzten sind 29, 31, 35 und 58 Jahre alt. Auch der Hintergrund der Schüsse in Darmstadt wird langsam klarer: Alle Beteiligten gehörten zwei Familien an, die sich vermutlich schon jahrelang einen Sorgerechtsstreit liefern.

Bei fünf Wohnungsdurchsuchungen in Kranichstein, Wixhausen und Griesheim, die bereits in der Nacht durchgeführt und am Freitagvormittag (08.05.2020) fortgesetzt wurden, hat die Polizei mehrere Zufallsfunde gemacht. Sie stellte umfangreiches mutmaßliches Diebesgut sicher. Darunter zahlreiche Navigationsgeräte, die bereits einzelnen Straftaten zugeordnet werden konnten. Die Ermittler fanden außerdem  große Mengen Kleidung, an denen sich noch die Diebstahlsicherungen befanden. Zusätzlich sicherten die Beamten zwei Schreckschusswaffen und zwei leere Waffenkoffer.

Schüsse in Darmstadt: Polizei sucht am Tatort nach Tatwaffe

Am Freitagmittag endete die Spurensicherung am Tatort der Schüsse in Darmstadt. Hier war die groß angelegte Suche nach den Tatwaffen am Morgen weiterführt worden. In diesem Zusammenhang fanden die Ermittler in einem angrenzenden Gebüsch eine Brechstange, die als mutmaßliches Schlagwerkzeug in Frage kommt und als Beweismittel sichergestellt wurde. Für die Dauer der Suche war der Bereich weiträumig abgesperrt. Von der Tatwaffe fehlt bislang jede Spur. Die Suchmaßnahmen hierzu laufen weiter.

Update vom Freitag 08.05.2020, 12.33 Uhr: Die Polizei Darmstadt sucht Zeugen, die in den Ermittlungen zu den Schüssen in der Parkstraße Auskunft geben können. Gesucht werden vor allem Zeugen, die Bilder oder Videos von den Geschehnissen gemacht haben. Die Polizei hat eine Internetseite zur Übermittlung der Daten eingerichtet. 

Schüsse in Darmstadt: Ermittler nennen neue Details

Update vom Freitag, 08.05.2020, 11.17 Uhr: Zu den Schüssen in Darmstadt gibt es neue Details: Zu den sechs Festnahmen teilte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Landgericht Darmstadt, am Freitag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit, die beiden am Donnerstagabend vorläufig festgenommenen Frauen seien in der Nacht nicht in Gewahrsam genommen worden. Die Ermittler wollen sich nach den Worten Hartmanns in den nächsten Stunden zunächst noch einen genaueren Überblick über die Lage machen.

Für den Nachmittag kündigte der Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft eine weitere Pressemitteilung an. Dabei werde es dann auch um die Frage gehen, ob und - wenn ja - gegen wen der vier mutmaßlichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 24 und 56 Jahre ein Untersuchungshaftbefehl seitens der Staatsanwaltschaft beantragt werde. Von der Tatwaffe fehle nach wie vor jede Spur, sagte der Oberstaatsanwalt.

Darmstadt: Schüsse in Kranichstein - Mann festgenommen

Update vom Freitag, 08.05.2020, 06.40 Uhr: Nach Schüssen in der Nähe des Bahnhofs von Darmstadt-Kranichstein ist ein vierter Tatverdächtiger festgenommen worden. Das haben die Darmstädter Staatsanwaltschaft und eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Südhessen in der Nacht zu Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgegeben. Die festgenommenen vier mutmaßlichen Tatverdächtigen seien 24, 27, 32 und 56 Jahre alt. 

Die Ermittler korrigierten zugleich frühere Angaben zu den Verletzungen von drei Männern: Bei den Schüssen auf der Kranichsteiner Parkstraße seien am Dienstagnachmittag zwei und nicht drei Männer angeschossen worden. Ein dritter Mann sei mit einem Schlagstock verletzt worden. Die Verletzten waren 29, 31 und 35 Jahre alt. Alle drei seien außer Lebensgefahr, hieß es in der Nacht zu Freitag. Wie sich erst später herausstellte, erlitt auch ein 58-jähriger Mann bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen und wurde im Darmstädter Klinikum behandelt.

Großeinsatz in Darmstadt: Vier Verletzte und vier Verdächtige festgenommen

Bereits kurz nach der Tat wurden nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft bei zwei Fahrzeugkontrollen in Büttelborn und Darmstadt drei Männer festgenommen werden. In Griesheim seien dann am Donnerstagabend zudem zwei Frauen und an der Parkstraße in Kranichstein ein weiterer Mann festgenommen worden.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen erfolgten dann laut der gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Wohnungsdurchsuchungen in Griesheim sowie in Kranichstein, bei denen auch ein Spezialeinsatzkommando unterstützend zum Einsatz kam. Die Tatwaffe, mit der geschossen wurde, konnte von den Ermittlern zunächst nicht gefunden werden.

Die Ermittler in Darmstadt gehen davon aus, dass „länger andauernde Streitigkeiten“ von zwei Familien, die in einem Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen, die gewaltsame Auseinandersetzung ausgelöst hat. Unklar sei noch, welcher der Festgenommen wie genau an der Tat im Einzelnen beteiligt gewesen sei. Zur Nationalität der Beteiligten machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Update vom Donnerstag, 07.05.2020, 20.35 Uhr: Die Ermittlungen weiterhin dauern an. Die Polizei sichert derzeit Spuren am Tatort und befragt Zeugen des Vorfalls. Eine Tatwaffe konnte bislang noch nicht sichergestellt werden. Alle bisherigen Ermittlungen deuten auf Streitigkeiten zwischen zwei Familien hin. Inwieweit bei der Auseinandersetzung noch weitere Personen verletzt wurden, ist noch unklar.

Nach einer Schießerei wurden in Darmstadt drei Tatverdächtige festgenommen

Update vom 07.05.2020, 20.25 Uhr: Nach einer Schießerei in der Nähe des Bahnhofs im Darmstädter Stadtteil Kranichstein hat die Polizei bei mehreren Fahrzeugkontrollen drei Verdächtige festgenommen. „Inwieweit diese mit der Tat in Verbindung stehen, bedarf weiterer Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag (07.05.2020). Die Fahndung laufe weiterhin. Nähere Angaben zu Alter, Geschlecht oder Herkunft der Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. 

Schüsse in Darmstadt: Zwei Männer wurden lebensgefährlich verletzt

Drei Männer wurden von Sanitätern versorgt und in Krankenhäuser gebracht. Nach weiteren Informationen, schweben zwei der Männer aktuell in Lebensgefahr. 

Nach Schüssen in Darmstadt-Kranichstein konnten bislang drei Tatverdächtige festgenommen werden. Die Fahndung, sowie die Ermittlungen am Tatort dauern an. 

Update vom 07.05.2020, 20.01 Uhr: Wie die Polizei am Abend mitteilt, ist die Parkstraße in Darmstadt-Kranichstein aufgrund der laufenden Maßnahmen zur Spurensicherung weiterhin gesperrt.

Schüsse in Darmstadt: Polizei fahndet nach mehreren Tätern

Passanten und Autofahrer werden gebeten, den Bereich zu meiden  und weiträumig zu umfahren. 

Die Polizei geht von mehreren Tatverdächtigen aus. Die Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt war, dauert weiterhin an. Aktuell hat die Polizei keine Erkenntnisse, dass eine Gefahr für Unbeteiligte bestehen könnte.

Erstmeldung vom 07.05.2020, 18.37 Uhr: Darmstadt – Aktuell läuft ein größerer Polizeieinsatz im Stadtteil Darmstadt-Kranichstein. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz. Bei einer Schießerei sind unweit des Bahnhofs drei Männer verletzt worden.  

Darmstadt: Schießerei in der Nähe des Bahnhofs - Polizeihubschrauber im Einsatz

Gegen 17.15 Uhr hatten Zeugen über Notruf die Polizei alarmiert und eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen sowie Schussgeräusche im Bereich der Parkstraße gemeldet. Die Straße führt vom Kranichsteiner Bahnhof in Richtung der Straße, die zum Jagschloss Kranichstein führt.

Männer mit Schussverletzungen in Darmstadt-Kranichstein

Bislang seien drei Männer mit Schussverletzungen durch verständigte Krankenwagen in Krankenhäuser gebracht worden. Die Fahndungs- und Ermittlungsarbeiten, insbesondere in Bezug auf die bislang noch unbekannten Täter, laufen derzeit auf Hochtouren.

Auseinandersetzung in Darmstadt eskaliert: Schüsse fallen

In Darmstadt ist Anfang des Jahres erst eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Passanten eskaliert. Ein 24-Jähriger griff einen anderen Mann plötzlich mit einer Pistole an.

In der Bleichstraße in Darmstadt ist es ebenfalls zu einer Auseinandersetzung gekommen. Hier wurde eine Schreckschusswaffe eingesetzt und ein 35-Jähriger verletzt.

In einem Bus in Darmstadt ist ein Mann plötzlich völlig ausgerastet. Dann kommt die Polizei.

Ein weiterer Familienstreit ist in Raunheim eskaliert. Dort flüchtete der Vater aus Angst vor seinem Sohn aufs Dach. 

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