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Unterbringung von Geflüchteten wird immer schwieriger: Darmstadt bittet Anwohner um Hilfe

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Von: Jens Joachim

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Solidarisch: Darmstadts ukrainische Partnerstadt Ushgorod ist 1300 Kilometer entfernt.
Solidarisch: Darmstadts ukrainische Partnerstadt Ushgorod ist 1300 Kilometer entfernt. © Stadt Darmstadt

In Darmstadt ist die Kapazitätsgrenze beim Wohnraum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine erreicht. Die Stadt bittet darum, freie Wohnungen dem Sozialamt zu melden.

Darmstadt – In Darmstadt gibt es kaum noch Möglichkeiten, vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete Menschen unterzubringen. In einer Mitteilung der Stadt heißt es ohne Angabe von aktuellen Zahlen, die Unterbringungsmöglichkeiten hätten die „Kapazitätsgrenze erreicht“.

Anfang Juni hatte die Arbeitsgruppe „Unterbringung“ dem Krisenstab berichtet, dass die Zahl der in Darmstadt offiziell registrierten Schutzsuchenden weiter zurückgegangen sei. Damals waren 1479 Schutzsuchende aus der Ukraine offiziell in Darmstadt registriert. Alle konnten seinerzeit direkt in den von der Stadt angemieteten Hotels untergebracht werden.

Darmstadt: Feste Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine gesucht

Das in der Anfangsphase der Krisensituation als Zwischenunterkunft genutzte Bürgermeister-Pohl-Haus in Wixhausen wird nicht mehr für Unterbringungszwecke genutzt. Nach einem Beschluss des Krisenstabs wird diese Notunterkunft aber im „Standby“-Modus gehalten, um gegebenenfalls schnell weitere Kapazitäten zur Versorgung der Menschen anbieten zu können.

Nach der jüngsten Sitzung des Krisenstabs teilte die Stadt nun mit, dass Geflüchtete, die sich noch immer bei Freundinnen und Freunden, Verwandten sowie Bekannten aufhalten, in feste Unterkünfte vermittelt werden sollen.

Darmstadt bittet bei Unterbringung von Ukraine-Geflüchteten um Hilfe

Menschen, die freien Wohnraum dauerhaft oder auch vorübergehend an geflüchtete Menschen aus der Ukraine vermieten möchten, können sich unter der E-Mailadresse fluechtlinge@darmstadt.de an das Sozialamt der Stadt Darmstadt wenden.

„Da im Moment viele Menschen auf die Solidarität von Freunden, Freundinnen, Verwandten und Bekannten setzen konnten, die Wohnsituation jedoch allmählich an ihr Limit kommt, bitten wir die Bevölkerung um Hilfe bei der Bereitstellung von Wohnraum“, äußerte Bürgermeisterin Barbara Akdeniz (Grüne). Die Stadt, so Akdeniz, sei „über jedes Wohnungsangebot dankbar“. (Jens Joachim)

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