Täter und Motiv

Giftattacke an der TU Darmstadt: Ermittler geben nächsten Schritt bekannt

Menschen an TU Darmstadt vergiftet
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In einem Gebäude der TU Darmstadt wurde im August 2021 ein mutmaßlicher Giftanschlag verübt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem. (Archivbild)

Im Fall des mutmaßlichen Giftanschlags an der TU Darmstadt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes. Jetzt beginnt die entscheidende Phase.

Darmstadt – Nach dem mutmaßlichen Giftanschlag an der TU Darmstadt laufen umfassende Ermittlungen. Demnach habe die Staatsanwaltschaft Darmstadt die Akte zu dem Fall mit „weit über 3000 Seiten“ gefüllt und knapp 100 Zeugenaussagen gesammelt, wie die Behörde mitteilte. Jetzt gehe es darum, die Ermittlungsergebnisse abzugleichen und offene Fragen abzuklären.

Vor knapp fünf Monaten hatten sieben Menschen Vergiftungserscheinungen gezeigt. Sechs der Betroffenen, bei denen es sich um Mitarbeiter und Studenten der TU Darmstadt handelte, mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ein 30-Jähriger schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Eine speziell eingerichtete Mordkommission untersucht den mutmaßlichen Anschlag gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Frühen Ermittlungen zufolge wurden toxische Substanzen in Milch- und Wasserbehältern in einer Teeküche am Campus Lichtwiese festgestellt.

Giftanschlag an der TU Darmstadt: Verdacht wegen versuchten Mordes

Mit Hilfe der gesammelten Ermittlungsergebnisse soll der Tatablauf rekonstruiert und Hypothesen zum Täter und dem Motiv entwickelt werden, gab die Staatsanwaltschaft Darmstadt bekannt. „Auf dieser Grundlage wird zu bewerten sein, ob die Ermittlungen einen ausreichenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person begründen oder nicht“, hieß es weiter.

Die Ermittler gehen in dem Fall dem Verdacht des versuchten Mordes nach. Welche Schadstoffe bei dem mutmaßlichen Anschlag an der Darmstadt verwendet wurden, behält die Staatsanwaltschaft seit Beginn der Untersuchungen für sich. Es handelt sich um potenzielles Täterwissen. (vbu/dpa)

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