Innenausschuss im Landtag beschäftigt sich mit dem Fall

Krawalle im Herrngarten: Polizeianwärter hatte Klappmesser dabei

Darmstadt/Wiesbaden - Der Polizeianwärter, gegen den im Zusammenhang mit den Krawallen in Darmstadt ermittelt wird, ist bewaffnet gewesen. Er habe im Herrngarten am Rande des Schlossgrabenfestes ein Klappmesser und ein Tierabwehrspray dabei gehabt, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags.

Beuth berief sich auf erste polizeiliche Erkenntnisse. An den Randalen sei der 22-Jährige nach derzeitigem Stand nicht beteiligt gewesen. Gegen ihn werde unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Verstoß gegen das Waffen- und Versammlungsrecht ermittelt, sagte Beuth.

Nach den Worten des Innenministers war der Polizeianwärter im September 2016 eingestellt und im Sommer 2017 nochmal überprüft worden. Dabei sei eine "weitere Beobachtung" empfohlen worden, der Mann sei jedoch nicht negativ aufgefallen.

Nach Angaben der Polizei wurden Beamte in der Nacht zum Sonntag im Darmstädter Herrngarten angegriffen. 15 Polizisten wurden verletzt, 112 Menschen vorläufig festgenommen. Der 22 Jahre alte Polizeianwärter soll versucht haben, seinen Polizeistatus zu nutzen, um festgenommene Freunde zu befreien. Außerdem biss ein Polizeihund einen an Hepatitis C erkrankten Mann. Weil das Tier bei dem Einsatz später noch weitere Menschen biss, riet die Polizei Betroffenen, vorsorglich zu einem Arzt zu gehen. (dpa)

Polizisten nach Musikfestival angegriffen

Quelle: DA-imNetz.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture-alliance/ dpa

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