Versuchter Mord

Lebensgefährliche Messerstiche auf 17-Jährige: Prozess beginnt

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Verhüllt mit dem Jacket seines Verteidigers (links) betritt der Angeklagte den Verhandlungssaal.

Darmstadt - Rund sieben Monate nach den lebensgefährlichen Messerstichen auf die 17 Jahre alte Ahlam in Darmstadt hat am Freitag der Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen Afghanen begonnen.

Das Verfahren gegen den Angeklagten vor dem Landgericht ist nicht öffentlich, weil Staatsanwaltschaft und Kammer davon ausgehen, dass er zur Tatzeit minderjährig war. Der mutmaßliche Täter, der 2015 allein nach Deutschland kam, gab sein Alter zu Prozessbeginn vor der Jugendstrafkammer mit 17 Jahren und rund sieben Monaten an. Die Staatsanwaltschaft geht von dem Mordmerkmal Heimtücke aus. Der Angeklagte soll mit dem Opfer eine Beziehung gehabt haben.

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Die inzwischen 18 Jahre alten Marokkanerin, die schon lange in Deutschland lebt, habe diese aber beendet. Am Abend des 22. Dezember 2017 sei der Angeklagte in der Nähe der Wohnung von Ahlam auf sie getroffen und habe gesagt, er wolle sie ein letztes Mal umarmen. Die Jugendliche habe dies zugelassen, ohne sich einer Gefahr bewusst zu sein. Daraufhin habe der Angeklagte mehr als zehnmal auf sie eingestochen, auch als sie noch am Boden lag. Und er soll sie mit den lebensgefährlichen Verletzungen liegen gelassen haben. Ein Stich verfehlte ihr Herz um fünf Millimeter. Nur eine Notoperation konnte das Leben des Mädchens retten.

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Der flüchtige Täter wurde kurz darauf festgenommen und sitzt seither in U-Haft. Wegen des großen öffentlichen Interesses hat die Jugendkammer Medienvertreter zur Verlesung der Anklage und zur Urteilsverkündung zugelassen. Das Gericht hat vier Verhandlungstage angesetzt. (dpa)

Quelle: DA-imNetz.de

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