Darmstadt

Entega mit Rekordgewinn

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Starke Zahlen präsentierte Entega-Chefin Marie-Luise Wolff für das Jahr 2018.

Das Kommunale Versorgungsunternehmen aus Darmstadt schüttet 43,6 Millionen Euro an seine Anteilseigner aus. Vorstandsvorsitzende Wolff schließt Preiserhöhungen für dieses Jahr aus.

Darmstadt - Für den Entega-Konzern war das vergangene Geschäftsjahr nach den Worten der Vorstandsvorsitzenden Marie-Luise Wolff „historisch außergewöhnlich“. Das kommunale Versorgungsunternehmen habe seinen Umsatz 2018 um elf Prozent auf 1,75 Milliarden Euro gesteigert, teilte Wolff am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz mit. Im Vorjahr betrug der Umsatz 1,6 Milliarden.

Der Gewinn vor Steuern und Abgaben beträgt 113,9 Millionen Euro. Das ist im Vergleich mit dem Vorjahr, als ein Gewinn von 73 Millionen erwirtschaftet wurde, eine Steigerung um 56 Prozent. Der Jahresüberschuss steigerte sich Wolff zufolge um 42 Prozent auf den bislang höchsten Wert seit Beginn der Konzernberichterstattung auf 63,1 Millionen Euro. 2017 betrug der Überschuss 26,5 Millionen. Das Ergebnis wird sich in den nächsten Jahren allerdings nicht wiederholen, weil der deutliche Anstieg der Kennzahlen auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit Vertragsverhandlungen mit einem Stromlieferanten zurückzuführen ist. Doch auch bereinigt um diesen Sondereffekt, der sich mit 60 Millionen Euro positiv ausgewirkt habe, sei die Entega nach wie vor „ein wirtschaftlich starkes Unternehmen“, das klar auf die Erzeugung und Vermarktung von Ökostrom und klimaneutralem Gas in Kombination mit Telefonie-, Internet und TV-Angeboten ausgerichtet sei.

Von ihrem Jahresüberschuss schüttet die Entega AG 43,6 Millionen Euro aus. Im Vorjahr waren es rund 19,7 Millionen Euro. Die Ausschüttung an die Anteilseigner entspricht 51 Cent pro Aktie. (2017: 23 Cent). Anteilseigner der Entega sind zu 93,26 Prozent die Heag Holding AG, an der wiederum die Stadt Darmstadt 94,99 Prozent und die Sparkasse Darmstadt 5,01 Prozent halten. Weitere 4,99 Prozent der Entega-Anteile halten Städte und Gemeinden.

Weitere 30 000 Neukunden

Die an Endkunden gelieferte Strommenge lag mit einem Volumen von 6,4 Milliarden Kilowattstunden um fast zehn Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Großhandelsbereich wurden Wolff zufolge größere Strommengen als im Vorjahr gehandelt. Hier war ein Anstieg um 14,6 Prozent auf 5,7 Milliarden Kilowattsunden zu verzeichnen. Der Gasabsatz an Endkunden belief sich auf 4,6 Milliarden Kilowattstunden und erreichte damit ebenfalls ein leicht höheres Niveau (plus 2,6 Prozent) als im Vorjahr. Der Wasserabsatz fiel 2018 – auch witterungsbedingt – mit 14,5 Millionen Kubikmeter um 8,6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Wärmeabsatz legte mit 273,9 Millionen Kilowattstunden leicht um 2,2 Prozent zu. In den Sparten Strom, Gas, Wasser, Telefonie und Internet gewann der Konzern im vorigen Jahr 23 000 Kunden hinzu. Und die Tendenz setzt sich fort: Alleine im ersten Halbjahr 2019 seien weitere 30 000 Neukunden hinzugekommen. Auf Nachfrage schloss Wolff am Donnerstagabend für dieses Jahr abermalige Preiserhöhungen aus.

Oberbürgermeister und Entega-Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Partsch (Grüne) bezeichnete das Unternehmen als „regional, ökologisch und innovativ“. Der wirtschaftliche Erfolg zeige, wie wichtig starke kommunale Unternehmen für die Stadt seien.

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