Polizei verdächtigt Bande

Geldautomat gesprengt - 100.000 Euro erbeutet

Alsbach-Hähnlein - Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten in Südhessen gesprengt - diesmal in einer Bankfiliale in Alsbach-Hähnlein (Kreis Darmstadt-Dieburg). Sie erbeuten laut der Polizei mehrere Tausend Euro. Oftmals seien Banden aus ganz Europa am Werk.

Der Schaden beträgt bis zu 100.000 Euro, wie eine Polizeisprecherin in Darmstadt sagte. Die Druckwelle habe Fenster, Wände und Scheiben zerstört, die Scherben verteilten sich auf der gesamten Straße. Die Wohnung über der Bankfiliale sei weitgehend verschont geblieben. Von den Tätern und ihrer Beute fehlte zunächst jede Spur. Anwohner hatten die Explosion am frühen Dienstagmorgen gehört und bis zu drei Männer mit einem dunklen Auto beobachtet. Die Täter seien Richtung Autobahn 67 (Viernheim-Rüsselsheim) geflüchtet.

Erst Ende Mai war ein Geldautomat im südhessischen Viernheim gesprengt worden. Die Täter entwendeten damals Geldkassetten aus dem Gerät und flüchteten anschließend in einem schwarzen tiefer gelegten Wagen. Nach Einschätzung der Polizei in Gießen, die bei Geldautomatensprengungen für ganz Hessen zuständig ist, sind bei diesen Taten oft Banden am Werk. So gebe es sowohl Hinweise auf verschiedene Gruppen aus Osteuropa, als auch auf Täter aus den Benelux-Staaten, oft mit marokkanischen Wurzeln, hatte Polizeisprecher Jörg Reinemer nach der Tat in Viernheim gesagt. "Die Täter setzten sich einem hohen Risiko aus", warnte Reinemer.

Dabei können sich die Kriminellen noch nicht einmal einer hohen Beute sicher sein: Mal fallen ihnen hunderttausend Euro in die Hände, oft gehen sie aber auch leer aus. "Der Erfolg ist sehr ungewiss." Es lasse sich vorher nicht genau berechnen, welche Teile herausgesprengt und beschädigt würden. Oft müssten die Täter mit einer Flex weiter arbeiten. (dpa)

Chronologie: Bankautomaten in der Region gesprengt

Quelle: DA-imNetz.de

Rubriklistenbild: © dpa

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