Widersprüchliche Informationen über den Täter

Tödlicher Nachbarschaftsstreit bleibt ein Rätsel

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Bild vom Einsatzort

Darmstadt - Worum es in dem tödlichen Nachbarschaftsstreit von Darmstadt ging, ist weiterhin unklar - und wird es vielleicht immer bleiben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt vor allem, um auszuschließen, dass Dritte beteiligt waren, wie die Sprecherin heute erklärte. Der Tatverdächtige ist tot, das Ermittlungsverfahren werde vermutlich bald eingestellt. Ob vorher ans Licht komme, was zwischen Täter und Opfer vorgefallen war, sei nicht vorhersehbar. Derzeit würden aber noch Zeugen befragt und Dokumente gesichtet.

Ein 45-Jähriger hatte am vergangenen Mittwoch auf dem Parkplatz einer Wohnsiedlung eine 50-Jährige mit vier Schüssen getötet und sich danach in seinem brennenden Wagen selbst erschossen. Einen Beziehungskonflikt halten die Ermittler für unwahrscheinlich, sie gehen von einem Nachbarschaftsstreit aus. Worum es dabei genau ging und wieso der Konflikt so eskalierte, ist weiter unklar. Auch die Frage, ob der Schütze psychisch krank war, blieb offen.

Widersprüchliche Informationen gibt es darüber, ob der Mann polizeilich bekannt war und seit langem Nachbarn terrorisierte. Bewohner der Siedlung berichteten, sie hätten Angst vor dem Mann gehabt, die Polizei sei mehrfach dort gewesen. Die Polizei konnte das nicht bestätigen - ihr lag keine Anzeige wegen Körperverletzung oder Bedrohung vor, aktenkundig sei nur eine Anzeige wegen Sachbeschädigung einer Gartenhütte.

Ob vielleicht Streifen dort waren, der Einsatz aber nicht dokumentiert wurde, werde derzeit intern aufgearbeitet, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen heute. Die Staatsanwaltschaft ist nach eigenen Angaben dafür nicht zuständig. (dpa)

Bilder: Zwei Tote nach Schüssen in Darmstadt

Quelle: DA-imNetz.de

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