Offenes Atelier bei der Dieburgerin Elke Bergerin

Die Maske in der Kunst

Dieburg – Die Pandemie hat das öffentliche Leben auch in Dieburg auf allen Ebenen heruntergefahren. Langsam zeichnet sich jedoch ab, dass Lockerungen der verhängten Einschränkungen den Puls wieder beschleunigen können. Es fängt klein an, zum Beispiel auf künstlerischer Ebene. Mitten im Dieburger Industriegebiet Nord gibt es solche künstlerische Aktivitäten.

Elke Bergerin (links) und Sabine Hunecke vor ihren Werken zum Thema Mund-Nase-Schutz, weniger amtlich auch Maske genannt.

In der Gewerbestraße hat Elke Bergerin ein Atelier, das am Pfingstwochenende für Kunstliebhaber und Interessierte geöffnet hatte. Am Samstag wartete man gespannt auf Besucherinnen und Besucher, und Landrat Klaus Peter Schellhaas war einer der ersten, der die Ausstellungsräume betrat. Ihm und allen folgenden Gästen wurde präsentiert, was die Pandemie unter anderem bei den ausstellenden bildenden Künstlerinnen Elke Bergerin und Sabine Hunecke bewirkte beziehungsweise hervorrief. Bergerin in Dieburg, Hunecke in Messel schaffend, trafen sich zum Spazierengehen, um mal frische Luft zu tanken und sich auszutauschen. Dabei fiel ihnen auf, dass der obligatorische Mund-Nase-Schutz nicht nur im Gesicht von Menschen zu sehen war, sondern häufig auch in der Natur, auf den Straßen, im Gebüsch und an vielen anderen Stellen, wo er nicht hingehört. Im Atelier Bergerins wurden nun die Ergebnisse ihrer Reflexionen präsentiert, die in den vergangenen zwölf Monaten entstanden sind.

Im Inneren waren meist kleine Formate gedruckter, gezeichneter, geschnittener oder gesägter Werke zu sehen, die sich um das Thema Mund-Nase-Schutz drehen. Ergänzt wurden sie von dem ein oder andere Objekt oder Gemälde im Hof des Gebäudes oder im Flur. Es dürfte das erste Mal in der Region gewesen sein, dass künstlerische Arbeiten zum Thema „Pandemie“ der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag kamen und gingen die Besucher stetig, ohne sich zu drängeln. Für diejenigen, die sich im Anschluss an den Rundgang im Atelier noch austauschen wollten, gab es im Hof einen kleinen Zeltpavillon und kreativ gestaltete Sitzkissen auf den Eingangsstufen. Starker Wind und kalte Temperaturen hielten den Austausch jedoch in engen Grenzen. Die Pandemie und die dadurch ausgelösten Beschränkungen sind also nicht immer Schuld.

Von Peter Panknin

Rubriklistenbild: © Panknin

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