DJK-Gegner beschweren sich

Dieburger Tischtennis-Spieler auf Hallensuche

Beengte Atmosphäre und keine regelkonforme Beleuchtung: Dass die DJK Tischtennis-Heimspiele in der Ringerhalle (
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Beengte Atmosphäre und keine regelkonforme Beleuchtung: Dass die DJK Tischtennis-Heimspiele in der Ringerhalle (

Die Tischtennis-Spieler der Viktoria kämpfen mit der mangelhaften Hallensituation, ebenso ihre Kontrahenten an den Platten. Die Spielstätten sind zu klein, zu verstreut – oder es geht das Licht aus.

Dieburg – Mit dem coronabedingten Saisonabbruch und dem Training unter neuen Hygienebedingungen haben sich die Tischtennis-Spieler des SV DJK Viktoria Dieburg inzwischen arrangiert. Etwas anderes stößt den Aktiven der Grün-Weißen, von denen 30 (25 Männer und 5 Frauen) auch am Ligabetrieb teilnehmen, hingegen weiter sauer auf: die fürs Tischtennis derzeit mangelhafte Hallensituation in der Gersprenzstadt, über die sich immer öfter auch die Gegner beschweren.

Eigentlich müsste man meinen, dass das schnelle Rückschlagspiel, das in Dieburg längst nur noch die DJK anbietet (früher auch der SV Blau-Gelb), eine adäquate Heimat finden müsste: Mit der ABC-Halle, der Gutenberghalle und der Zweifeldhalle gibt es allein auf der Leer drei staatliche Liegenschaften, die größentechnisch die Anforderungen der Tischtennis-Spieler erfüllen würden. Allein: Am Freitagabend, wenn der Großteil der Ligapartien ausgetragen wird, stehen diese Spielorte für die mehrstündigen Begegnungen ebenso wenig zur Verfügung wie die Schlossgartenhalle.

„Nach wie vor sieht sich die Tischtennis-Abteilung mit einer sehr angespannten Hallen-Situation konfrontiert“, sagt Erik Dörr, der die Abteilung der DJK leitet. Zwar verfügt der Mehrspartenverein über eine eigene Halle am Schwimmbadweg, die aber ist eng und niedrig und bietet selbst fürs Training keine optimalen Bedingungen. Daran scheitere bislang auch der Versuch, wieder eine größere Jugendabteilung aufzubauen.

Die Verbandsspiele der ersten beiden Mannschaften finden deshalb in der ASV-Halle auf der Leer statt. Prinzipiell kann die DJK zwar auch die Sporthalle der Goetheschule nutzen. „Dort schaltet sich aber um 22 Uhr das Licht ab, sodass die mehrstündigen Verbandsspiele dort nicht möglich sind“, sagt Dörr. Oft beginnen die Partien erst um 20.30 Uhr. Gerade bei Wochentagsspielen ist ein früherer Beginn wegen der Berufstätigkeit der Spieler und der teils halbstündigen Anfahrt der Gästeteams keine Alternative.

Bleibt noch die ASV-Halle, für deren Bereitstellung Dörr zunächst lobende Worte findet: „Dank der Ringer haben wir überhaupt eine Zeit am Freitagabend zur Verfügung.“ Schon länger pflege man zur Athletik-Sportvereinigung einen guten Draht. Was aber weder ASV noch DJK leugnen können: Die Ringerhalle stellt letztlich nur eine Notlösung dar. „Dort werden streng genommen nicht alle Anforderungen an Beleuchtung, Fläche und Höhe erfüllt“, sagt der Abteilungsleiter.

Dies geht womöglich nicht mehr lange gut: „Die Beschwerden der gegnerischen Mannschaften darüber nehmen zu“, berichtet Dörr. Einziges Glück der DJK: „Bislang wurden sie noch nicht offiziell an den Verband herangetragen.“

Ein anderer Nachteil werde wegen des begrenzten Platzangebots, das zwischen Stuhl- und Mattenstapeln mit Ach und Krach zwei Platten zulässt, hingegen schon länger wirksam: „Die gleichzeitige Austragung von Heimspielen der ersten beiden Mannschaften ist in der ASV-Halle nicht möglich. Für den Austausch und das Zusammengehörigkeitsgefühl ist das nicht förderlich.“

Da es in Dieburg in den geeigneten Hallen auch kaum Trainingszeiten fürs Tischtennis gebe, sei die Situation „unbefriedigend“. Auch sei es keine gute Dauerlösung, an drei verschiedenen Standorten zu trainieren oder zu spielen, weil auch die Ausstattung mehrfach vorgehalten werden muss. Indes: „Zahlreiche Versuche, neue Hallenzeiten zum Beispiel an der gut geeigneten Zweifeldhalle neben der Gutenbergschule zu ergattern, waren bislang erfolglos.“

(Von Jens Dörr)

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