Ausstellung mit Playmobil-Figuren an 29 Orten der Dieburger Innenstadt

Ein ernstes Thema spielerisch erklärt

Für den Pressetermin hat die Feuerwehr schon mal ein bisschen in der Playmobil-Kiste gekramt. Vom 1. bis 30. Juni stellt sie an 29 Orten der Dieburger Innenstadt aus.
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Für den Pressetermin hat die Feuerwehr schon mal ein bisschen in der Playmobil-Kiste gekramt. Vom 1. bis 30. Juni stellt sie an 29 Orten der Dieburger Innenstadt aus.

Dieburg – Auch wenn sie ihr 150-jähriges Bestehen weder 2020 noch dieses Jahr per großer Sause im Schlossgarten feiern kann, macht die Dieburger Feuerwehr aus dem undankbaren Corona-Rahmen das Bestmögliche. Ab dem morgigen Dienstag, 1. Juni bietet sie allen Interessierten und nicht zuletzt Familien mit Kindern reichlich Grund, sich an den Schaufenstern der Geschäfte in der Dieburger Innenstadt die Nase platt zu drücken:

An 29 Orten (siehe Infokasten) stellen die Brandschützer sich und ihre Aufgaben in einer Ausstellung vor. Der Clou der vielfältigen Open-Air-Schau: Die Szenerien sind größtenteils mit Playmobil gestaltet. Dafür haben ein Dutzend Haushalte der Feuerwehr Spielzeug-Figuren, -Fahrzeuge und -Gebäude geliehen. „Wir hätten sogar noch mehr Playmobil bekommen können“, freut sich Phillipp Jansen, Zweiter Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins, über die große Resonanz auf einen entsprechenden Aufruf. Sogar Unterstützer von weither hätten angeboten, ihr Spielzeug für das Dieburger Vorhaben zur Verfügung zu stellen. Letztlich konnte man sogar Angebote ablehnen. An den letzten Mai-Tagen haben sich die Helfer mit kreativer Ader an die Umsetzung machen. Längst ist ein detaillierter Plan entstanden, was man wo präsentieren möchte. In der Ausstellung, die bis zum 30. Juni dauern soll, sind es insbesondere die Miniaturlandschaften aus Playmobil, die die vielfältigen Funktionen der Wehr in Szene setzen sollen. Auch auf Plakaten sollen Fragen beantwortet werden, welche Aufgaben sie hat, wie sich in Dieburg Kinder und Erwachsene engagieren können und was die Wehr in der Vergangenheit schon alles für die Gersprenzstadt geleistet hat.

Dabei ruft die Feuerwehr unter anderem die Großeinsätze im Geschäftshaus am Fechenbach-Park (2009) und im Steinmetz-Haus in der Zuckerstraße (2011) in Erinnerung. Bilder, Texte und vereinzelt auch Videos machen die Bedeutung und Wirksamkeit der ehrenamtlichen Arbeit der Einsatzabteilung plastisch. Porträts von Einsatzkräften sollen der Dieburger Feuerwehr „Gesicht“ geben. Für Phillipp Jansen eine anhaltend wichtige Basis-Öffentlichkeitsarbeit: Noch immer gebe es zu viele Menschen, die kaum konkrete Vorstellungen von Personal und Aufgaben des hiesigen Stützpunkts hätten. „Manche denken fälschlicherweise, wir machen das hauptberuflich, sitzen den ganzen Tag am Altstädter See und warten auf Einsätze.“ Die Ausstellung in der Innenstadt, die auch kurze Beine bequem ablaufen können, soll deshalb einen informativen Schub geben und die Faszination Feuerwehr gerade dem Nachwuchs in einer teils verspielten Darstellungsform näherbringen. Teils greift die Feuerwehr Aspekte thematisch passend zum jeweiligen Geschäft auf. Beispiel: Bei Elektro Glober in der Steinstraße widmet sich die Feuerwehr im Schaufenster der häufigen Brandursache Hausgeräte.

„Nachdem unsere große Jubiläumsfeier ausgefallen ist und wir sie auch dieses Jahr nicht nachholen können, wollten wir zumindest das machen, was die Pandemie zulässt“, sagt Phillipp Jansen. Neben der Ausstellung beinhaltet das in Kürze auch die Veröffentlichung der Festschrift. Kein Thema ist es (wie berichtet) hingegen, die 2020 und 2021 gestrichene Fete im Schlossgarten um ein weiteres Jahr auf 2022 zu verlegen. Grund dafür ist auch, dass dann die Feuerwehr in Münster ihr 150-jähriges Bestehen inklusive dem alle zwei Jahre stattfindenden Kreisfeuerwehrtag (der für 2020 in Dieburg geplant war) zelebrieren wird.

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