Verband mit Sitz in Dieburg holt Mega-Ereignis nach Deutschland

Jubel über Sommer-Universade 2025

Freude bei der Universiade 2019: Die deutschen Medaillengewinner Imke Onnen (Hochsprung) und Henning Prüfer (Diskuswurf). 2025 wird das Großereignis in Deutschland stattfinden. Dies hat insbesondere der adh mit Sitz am Campus Dieburg erreicht.
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Freude bei der Universiade 2019: Die deutschen Medaillengewinner Imke Onnen (Hochsprung) und Henning Prüfer (Diskuswurf). 2025 wird das Großereignis in Deutschland stattfinden. Dies hat insbesondere der adh mit Sitz am Campus Dieburg erreicht.

Dieburg – Seit zwei Jahren ist in Dieburg in unscheinbaren Büros des Verwaltungsgebäudes auf dem Hochschul-Campus wahrlich Großes vorbereitet worden: nichts weniger nämlich als die Bewerbung Deutschlands um die Sommer-Universiade 2025. Am vergangenen Samstag gab der Welthochschul-Sportverband FISU bekannt: Die Bundesrepublik, konkret die Rhein-Ruhr-Region, darf das neuerdings unter „FISU World University Games“ firmierende, zweitgrößte Multisport-Ereignis der Welt ausrichten.

Die Fäden des Coups laufen beim Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) mit Sitz am Campus Dieburg, der zur Hochschule Darmstadt gehört, zusammen. Nur bei den Olympischen und Paralympischen Spielen nehmen mehr Sportler teil, als bei den Weltspielen der Studenten. Wie bei der Olympiade gibt es auch bei der Universiade eine Sommer- und eine Winterversion. Nordrhein-Westfalen wird im Juli 2025 Gastgeber für rund 10 000 Athleten und Offizielle aus 170 Ländern sein. Sie messen sich bei den „Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games“ an zwölf Tagen in 18 Sportarten. Die 15 Stammwettbewerbe der Sommer-Universiade sind Badminton, Basketball, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen. In Deutschland werden zusätzlich die weltbesten Studenten im 3x3-Basketball, Beach-Volleyball sowie Rudern gekürt. Diese weiteren Sportarten hatten sich vorab unter anderem gegen Boxen, Golf, Handball oder Karate durchgesetzt.

In Deutschland fand die Sommer-Universiade seit ihrer Premiere 1959 erst einmal statt: 1989 in Duisburg. Die Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas wird auch 2025 zu den Gastgebern gehören. Überdies finden die Wettkämpfe in Bochum, Düsseldorf, Essen und Mülheim an der Ruhr statt. Neben dem spitzensportlichen Vergleich stehen Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Innovation sowie der interkulturelle Austausch im Fokus. Ausrichter der Spiele ist der im Dieburger Osten mit kleiner Stammbelegschaft beheimatete Allgemeine Deutschen Hochschulsportverband. Dessen Vorstandsvorsitzender Jörg Förster kommentierte die am Samstag in Düsseldorf bekannt gegebene Entscheidung hocherfreut, obwohl Deutschland schon länger als Favorit auf den Zuschlag gegolten hatte. „Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen und die Entscheidung der FISU, die sowohl für den deutschen Hochschulsport als auch für den gesamten deutschen Sport von historischer Bedeutung ist. Wir werden unsere Chance nutzen und gemeinsam mit unseren Partnern ein Großereignis ausrichten, das Sport und Wissenschaft beispielhaft verbindet.“

Der kommissarische FISU-Präsident Leonz Eder sagte: „Der adh hat sich in der Vergangenheit als hervorragender Organisator von mehreren Studierenden-Weltmeisterschaften, unter anderem mit Beachvolleyball in München und Reiten in Aachen, sehr gut in Szene gesetzt. Das in mehrfacher Hinsicht überzeugende Konzept hat der adh in enger Abstimmung mit der FISU erarbeitet. Insbesondere die Gewichtung der Nachhaltigkeit und des Umweltbewusstseins gefallen mir außerordentlich gut.“ Die Bewerbung mit Durchführungskonzept als Grundlage für den jetzigen Zuschlag entwickelte der adh gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium, der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und den Gastgeberkommunen.

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