Helmut Hiemenz hat jetzt 1 200 neue Bier-Lkw

„Riesenwellen geschlagen!“

Etwa 1 200 neue Bier-Lkw im Maßstab von 1:87 hat Helmut Hiemenz von Lesern mit der gleichen Sammelleidenschaft geschenkt bekommen.
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Etwa 1 200 neue Bier-Lkw im Maßstab von 1:87 hat Helmut Hiemenz von Lesern mit der gleichen Sammelleidenschaft geschenkt bekommen.

Dieburg – Darauf ein Prost: Nachdem unsere Zeitung und weitere Blätter unserer Verlagsgruppe vor einiger Zeit über den Dieburger Helmut Hiemenz berichtet hatten, der 2 500 Miniatur-Lkw mit Brauerei-Logos besitzt, ist seine Sammlung nochmals stark gewachsen: „Das hat Riesenwellen geschlagen!“, sagt der 75-Jährige und freut sich über etliche Gleichgesinnte, die sich bei ihm meldeten und die ihm viele neue Exemplare schenkten.

„Ich hatte mindestens 20 Anrufe“, erzählt Hiemenz, was schon deshalb bemerkenswert ist, weil er nicht im Telefonbuch steht. Viele Sammler ließen sich nicht entmutigen, fragten in der Redaktion nach Hiemenz’ Nummer oder riefen in Dieburg bei Sohn Hubert an. Leute aus Nah und Fern kamen auf ihn zu, dank des ebenfalls veröffentlichenden „Rhein-Main Extra Tipps“ auch aus dem Raum Frankfurt und dem Taunus. Von dort, aus Steinbach, kam der Clou: Ein Mann schenkte ihm fast 1 000 (!) Fahrzeuge im Maßstab 1:87. „Seine Frau wollte Platz im Flur haben“, lächelt Hiemenz. „Und der Kindergarten hat die Laster nicht genommen, weil die Kinder Teile verschlucken könnten.“ Große Mengen an kleinen Lkw holte Hiemenz in Groß-Zimmern ab. „Da hat sie einer beim Ausräumen seines Kellers gefunden“. Ein Schaafheimer, den Hiemenz über seine zweite Leidenschaft – das Ringen – kennt, gab ihm ebenfalls 100 Stück, „nur sächsische Biermarken“, so Hiemenz. Sie ergänzen die 600 eigenen Exemplare von (oft nicht mehr existierenden) Brauereien aus der ehemaligen DDR.

Unterm Strich seien 1 200 Bier-Lkw hinzugekommen, sagt Hiemenz. Erfreulich: Keiner der Anrufer habe mit ihm ein Geschäft machen wollen, alle hätten ihm oft überzählige oder doppelt vorliegende Exemplare geschenkt. „Um die, die ich noch nicht hatte, meiner Ausstellung im Keller hinzuzufügen, habe ich jeden Winkel ausgenutzt“, schildert er und führt flugs die Treppe hinab, um seine Anbauten zu zeigen. Neben dem Zuwachs an Fahrzeugen („Eigentlich wollte ich gar nicht mehr weitersammeln, da heute ja kaum noch Brauereien Bierlaster als Werbegeschenke vertreiben“) sorgte unser Artikel auch für ein kleines TV-Abenteuer: Die hr-Sendung „Maintower“ meldete sich nach der Veröffentlichung und drehte zwei Stunden lang für einen Drei-Minuten-Beitrag. Helmut Hiemenz lacht: „Einer vom TV-Team hat gesagt: Wenn Sie 5 000 Stück haben, kommen wir wieder!“ Auf die 4 000 Exemplare – in der Ausstellung steht angeblich keines doppelt – strebt der Dieburger nun bereits zu.

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