Kreis schafft Notunterkünfte in Gewerbeimmobilien

1000 neue Flüchtlinge kommen nach Dreieich und Langen

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Ehemalige Halle der Firma Misco in Langen.

Dietzenbach/Langen/Dreieich - Am Montagabend bekommt der Kreis den Einsatzbefehl, 1000 weitere Flüchtlinge in Notunterkünften unterzubringen. Heute Morgen präsentieren die Verantwortlichen ihre Lösungen. Von Christoph Zöllner

Ausnahmezustand für den Kreis Offenbach: Am Montagabend hatte das hessische Innenministerium einen Einsatzbefehl an die  Katastrophenschutzbehörde des Kreises erteilt, innerhalb von nur 48 Stunden, also bis Donnerstag (14 Uhr), neue Schlafplätze für 1000 Flüchtlinge zu schaffen. Bereits gestern teilte die Kreis-Pressesprecherin Kordula Egenolf unserer Zeitung auf Anfrage mit: „Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen.“ Heute Morgen wurden diese Lösungen nun präsentiert.

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Wie bei der Pressekonferenz im Kreishaus herauskam, muss der Kreis 600 Flüchtlinge in Langen und 400 in Dreieich unterbringen. Hierfür werden ehemalige Gewerbeimmobilien genutzt. In Langen die Halle der Firma Misco, die einst Computerzubehör verkauft hat; in Dreieich-Sprendlingen Gebäude der Firma Spoerle Elektronik GmbH, später Arrow.

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Das ehemalige Spoerle-Gebäude in Sprendlingen.

Bei beiden Notunterkünften handelt es sich um sogenannte Überlaufeinrichtungen, eine Art Ergänzung zu den überlasteten Erstaufnahmeeinrichtungen im Land. Claudia Jäger (CDU), Erste Kreisbeigeordnete, sieht die Mitarbeiter der Kreisverwaltung und die vielen Ehrenamtlichen an der Grenze der Belastung. „So schaffen wir das nicht“, schrieb sie ihrer Parteikollegin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, ins Stammbuch. Bund und Land sollten dringend ihr Konzept überdenken. Nach Angaben von Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) befinden sich derzeit rund 24.000 Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und ihren Außenstellen sowie den Notunterkünften im Land. „Die Herausforderung bleibt riesig und wir suchen weiterhin intensiv nach festen Unterkünften“, erklärte der Minister heute in Wiesbaden.

Bilder: Umgang mit Flüchtlingen in der Region

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der Offenbach-Post sowie auf op-online.de.

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