Langen, Seligenstadt und Dietzenbach

Abstriche beim ärztlichen Notdienst

Seligenstadt/Langen/Dietzenbach - Wenn die Arztpraxis am Wochenende, an Feiertagen oder unter der Woche geschlossen ist, können sich Patienten an den ärztlichen Notdienst wenden. Im Kreis Offenbach soll der Service jetzt aber an einigen Stellen gekappt werden.

Neue Pläne zur Umstrukturierung der Ärztlichen Bereitschaftsdienszentralen sorgen für Beunruhigung. Nach Informationen unserer Zeitung stehen an den Zentralen in Dietzenbach (Babenhäuserstraße 29), Seligenstadt (Dudenhöferstraße 9/Asklepios Klinik) und Langen (Röntgenstraße 20/Asklepios Klinik) erneut Veränderungen an. So sollen die regulären Sprechzeiten – bislang montags, dienstags und donnerstags von 19 Uhr bis 24 Uhr und mittwochs von 14 Uhr bis 24 Uhr – um eine Stunde auf 23 Uhr verkürzt werden. Freitags (ab 14 Uhr) und am Wochenende durchgehend bis montags 7 Uhr wird die Besetzung aber auch weiterhin über Nacht erfolgen. „Die übrigen Zeiten werden wie bisher vom Hausbesuchsdienst abgedeckt werden“, heißt es.

Petra Bendrich, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV), bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung: „Die monatlichen Auswertungen zeigen eine geringe Inanspruchnahme der Zentralen in der Nacht wochentags. Daher sind einige Anpassungen sinnvoll und werden vom Ärztlichen Bereitschaftsdienst-Ausschuss befürwortet.“ Schon ab Sommer könnten die Service-Einschränkungen wirksam werden. Bendrich: „Wenn alle formell notwendigen Beschlüsse vorliegen, werden die Anpassungen frühestens zum 1. Juli erfolgen.“ Mit den Einschnitten wird deutlich, dass nachts bald noch längere Wege auf Patienten zukommen. 2015 waren die Bereitschaftsdienstzentralen in Rodgau und Neu-Isenburg geschlossen worden. (psh)

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare