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Die Interessengemeinschaft „Dietzenbach spielt“ feiert zehnten Geburtstag

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Von: Lisa Schmedemann

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Teil des Teams: Marcus Koppenburg (von links), Armin Hinterseher sowie Linda und Dennis Steffens.
Teil des Teams: Marcus Koppenburg (von links), Armin Hinterseher sowie Linda und Dennis Steffens. © schmedemann

Es sind spannende Szenen: Von Sorgenfalten bis hin zu breitem Grinsen sieht man nahezu jede Facette einer Emotion an den runden Tischen in der ehemaligen „Wolke 7“ in Dietzenbach. Denn dort wird gewürfelt, gemischt und gezockt.

Dietzenbach – Die Interessensgemeinschaft „Dietzenbach spielt“ lädt regelmäßig zu Spielenachmittagen ein und feierte nun ihr zehntes Jubiläum. Aus einem Fundus von 3000 Gesellschaftsspielen jeglicher Größe können sich Besucher ein Spiel aussuchen und loslegen. Entweder kommen die Interessierten bereits in einer Gruppe, aber auch Einzelgänger finden in der familiären Atmosphäre schnell einen Gegner oder Mitstreiter. „Kooperative Gesellschaftsspiele liegen nach wie vor im Trend“, informiert Armin Hinterseher, der frisch zum Organisationsteam gestoßen ist. Die Jahre zuvor hat er schon kräftig als Helfer mit angepackt, stand somit den Gästen als Berater zur Verfügung oder hat an der Theke für das leibliche Wohl der Spieler gesorgt. Über die Unterstützung im Orga-Team freut sich auch Linda Steffens, die seit 2015 dabei ist.

Das Team rund im Initiator Marc Beidl kann nun, da die Beschränkungen weitestgehend aufgehoben worden sind, wieder zum gewohnten Rhythmus zurückkehren und einmal im Monat die Pforten des ehemaligen Jugendtreffs Am Steinberg 88-90 öffnen. Der Verkauf des Hildegardishauses an die syrisch-orthodoxe Gemeinde (wir berichteten) hat keine Auswirkungen auf „Dietzenbach spielt“. Steffens betont: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir bleiben können.“ Ein anderes Lager ließe sich auch nicht so leicht finden.

Als Marc Beidl das Konzept 2013 ins Leben gerufen hatte, blieb den Helfern noch nichts anderes übrig, als zwischen verschiedenen Locations zu wechseln. In der Stadtbücherei fand sich zwar ein fester „Spielplatz“, eine Lagermöglichkeit gab es dort nicht. Nun zieht das aktuelle Zuhause nicht nur Dietzenbacher an. „Ich komme sehr gerne hier her, weil man hier immer nette Leute trifft“, meint Matthias Flaschenträger, der regelmäßig aus Mainschaff anreist. Selbst aus Mainz seien schon Gäste gekommen. Die Bekanntheit von „Dietzenbach spielt“ rührt auch daher, dass parallel zu dem großen Spieleangebot auch die Qualifikationsrunden zu Deutschen Meisterschaften abgehalten werden, die bundesweit stattfinden.

All jene, die wie Flaschenträger hingegen regelmäßig zu den Treffen kommen, besitzen einen Spielerpass. Hierauf konnten sie bisher ihre Besuche mit einem Stempel pro Spieletag dokumentieren. Diese wurden übers Jahr gesammelt und jeder Eintrag konnte bei der Tombola anlässlich des Jubiläums gegen ein Freilos eingetauscht werden. Einen neuen Papierpass gibt es nun allerdings nicht mehr. Denn: Als große Neuerung zur zehnten Ausgabe ist dieser einer Applikation gewichen. Programmiert hat App Dennis Steffens. Der eigentliche Schornsteinfegermeister erläutert: „Einen Pass gibt es noch, aber jetzt mit QR-Code.“ Neu ist zudem, dass die Pässe nun mit nach Hause genommen werden können. „Vorher mussten wir im Nachgang die Stempel händisch in eine Liste übertragen“, erzählt Linda Steffens. Ein weiteres Schmankerl gibt’s an der Theke: Zum Jubiläum hat das Team Tassen zu je zehn Euro gestalten lassen – Kaffeeflatrate inklusive. „Jeder, der seine Jubiläumstasse mitbringt, bekommt dann kostenlosen Kaffee“, beschreibt Steffens.

Die nächste Gelegenheit, sich durch Spieleneuheiten und altbewährte Klassiker zu probieren, bietet „Dietzenbach spielt“ am Samstag, 25. Juni von 12 bis 18 Uhr (Am Steinberg 88-90).

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