Klein in einem Keller gestartet

Allgemeiner-Lehrer-Service feiert rundes Jubiläum

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Gruppenbild mit dem ALS-Maskottchen: Markus Weinbrenner (von links, Geschäftsführer IHK Offenbach), ALS-Marketingchefin Liane Hils, ALS-Geschäftsführer Jürgen Hils, Ingrid Kreide (Gründerin des ALS-Verlags) und Bürgermeister Jürgen Rogg.

Dietzenbach - Der ALS-Verlag hat bereits 50 Jahre auf dem Buckel. Ein Grund zum Feiern für das Familienunternehmen. Dazu waren viele Gäste in die Voltastraße gekommen. Von Barbara Scholze

Seit fünf Jahrzehnten hat der ALS-Verlag sein Ohr am Puls von Kindergarten und Schule. Grund genug für das Team des „Allgemeinen-Lehrer-Service“, mit vielen Gästen ein heiteres Geburtstagsfest zu feiern. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass der Verlag trotz des ständig steigenden Alters jung geblieben ist. Richten sich seine Produkte doch an Eltern, Erzieher und Lehrer, die Kinder dabei unterstützen wollen, kreativ ihre Lebenswelt zu begreifen. Begonnen hat alles im Keller eines Reihenhauses in Frankfurt, wo der inzwischen verstorbene Lienhard Kreide im Jahr 1967 begann, einen Verlag aufzubauen, der mit gut durchdachtem Lehrmaterial Pädagogen unter die Arme greifen sollte.

„Wir haben mit Produkten für den Werkunterricht begonnen, der Bedarf war damals sehr groß und die Lehrer waren dankbar für die Unterstützung“, erinnert sich Ehefrau Ingrid Kreide. Recht schnell kamen Themenbücher mit Anleitungen für Unterrichtsinhalte und weitere Materialien dazu. Entsprechend war bald mehr Platz vonnöten. „Wir haben ein passendes Grundstück in der Voltastraße in Dietzenbach gefunden, haben dort gebaut und sind im Jahr 1972 in die neuen Räumlichkeiten gezogen“, erzählt Kreide. Während der Verlag wuchs und gedieh, musste die junge Frau einen schrecklichen Schlag verkraften. Lienhard Kreide verstarb unerwartet, sodass sie alleine mit dem Geschäft dastand.

„Aber wir haben weitergemacht“, sagt sie. Vor allem mit der Unterstützung der Mitarbeiter habe sie es geschafft, „mutig und zielstrebig“ das Unternehmen in den Folgejahren auszubauen. Während das erste schriftliche Angebot in den Gründerjahren über sechs Seiten ging, hat der neue ALS-Katalog 530 Seiten voller Bildungsliteratur, Werk- und Bastelmaterial. Seit dem Jahr 2004 führt Jürgen Hils als alleiniger Geschäftsführer den Verlag, seine Frau Liane ist zuständig für das Marketing. Unter ihrer Führung weitete das Unternehmen sein Portfolio auf Materialien auch für Einrichtungen der Therapie, der Altenpflege und der Frühförderung aus. Einen neuen Schwerpunkt legte das Paar auf die spielerische Entdeckung der Naturwissenschaften.

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„Wir sind immer noch ein Familienunternehmen“, betonte nun der Geschäftsführer anlässlich der Geburtstagsfeier. Sein erster Dank galt den Mitarbeitern. In der Philosophie des Unternehmens habe immer das Wohl des Teams im Mittelpunkt gestanden. Ebenso wie die Zuverlässigkeit in der Geschäftsbeziehung zu den Kunden. „Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben und gehen mit Begeisterung die nächsten 50 Jahre an“, sagte Hils. Mit Blick auf den Standort Dietzenbach teilte er mit: „Wir fühlen uns wohl hier und freuen uns auf die ,Goldene Hochzeit’ in fünf Jahren“.

In einer kleinen Ansprache plauderte auch Gerhard Birkhofer, einer der Autoren des Verlags aus der „ALS-Geschichte“. Er sei seit 38 Jahren dabei und spreche für die „Urgesteine“, stellte er fest. „Wir leben und arbeiten in einer anderen Art von Haus, noch immer muss ich pünktlich in die Schule“, scherzte er. Stets geschätzt habe er vor allem die vom Verlag angelegte Verbindung von Material, Know-how und pädagogischer Führung. „Ein solcher Dreiklang ist selten.“ Im Anschluss an den Festakt hatten die Geburtstagsgäste die Gelegenheit, den Verlag in allen Ecken zu erkunden, von der Konfektionierung über die Packstation und das Lager bis zur Druckvorstufe und der eigenen Druckerei.

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