Den Anbau schon erobert

+
Allen Grund zur Freude haben diese Aueschüler: Ihre Schule ist nach der Eröffnung des 1,5 Millionen Euro teuren Anbaus fit für die Nachmittagsbetreuung und damit die 21. Grundschule im Kreis mit Ganztagsangebot. In den letzten Zügen befinden sich derweil auch die Arbeiten für den Neubau an der Astrid-Lindgren-Schule.

Dietzenbach ‐ Es kam dann doch viel schneller als erwartet. „Ruck, zuck“, wie Barbara Heußler, Leiterin der Aueschule, sich erfreut ausdrückt. „Unverhofft“, wie Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger zugibt. Von Fabian El Cheikh

Gut ein Jahr, nachdem der erste Spatenstich für den Anbau der Grundschule erfolgt ist, kann das Gebäude nun passend zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres genutzt werden. Zur offiziellen Eröffnung, zu der gestern unter anderem Landrat Oliver Quilling, Bürgermeister Jürgen Rogg, Erster Stadtrat Dietmar Kolmer sowie die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Kreissozialdezernent Carsten Müller erschienen waren, legten sich viele der Aueschüler mächtig ins Zeug. Sie führten vom Chorgesang bis zur Trommeleinlage vor, was sie im und nach dem Unterricht eigens für diesen prominenten Besuch erlernt hatten.

Und bereits jetzt, kurz vor der Zeugnisvergabe, haben die Schüler den großzügigen und dank vieler Fenster sehr freundlichen Anbau erobert, der den früheren, provisorischen Doppelpavillon ersetzt. In ihm sind drei Betreuungsräume sowie ein Speise- und Mehrzweckraum einschließlich einer modernen Verpflegungsküche und Nebenräume entstanden. „Natürlich ist auch darauf geachtet worden“, so Landrat Quilling, „das Gebäude energetisch zu optimieren und barrierefrei zu machen.“ Sogar das Dach wurde begrünt. 1,5 Millionen Euro hat der Bau der Betreuungseinrichtung verschlungen – und die Stadt musste keinen Cent dafür hinlegen. „Das war nur möglich“, sagte Claudia Jäger gestern, „weil das Land Hessen in der Wirtschaftskrise das Konjunkturprogramm aufgelegt hat.“

Es soll eine gute Ganztagesschule werden

So blieb dem Stadtkämmerer die übliche Zweidrittel-Beteiligung für den Ausbau der Nachmittagsbetreuung erspart. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren vier Millionen Euro in die Aueschule investiert, einschließlich der bereits erfolgten Sanierung des Hauptgebäudes im laufenden Betrieb. Bald nun dürften auch die letzten Bauarbeiter ihre Hammer und Bohrer eingepackt haben.

Die Schule ist damit, wie Schulleiterin Heußler betont, ihrem Ziel ein großes Stück näher gekommen: „Meine Vision ist, nicht nur pädagogische Mittagsbetreuung anzubieten, sondern eine gute Ganztagesschule zu werden.“ Bereits jetzt gibt es viele Betreuungsangebote. Und täglich essen mehr als 100 Kinder in der Schule zu Mittag.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare