Nach erbitterten Diskussionen können Kinder bald in den Neubau der Kita 2 ziehen

Auf der Zielgeraden

Einzug steht bevor: Erster Stadtrat Dieter Lang (von rechts) auf Stippvisite in der Kita 2 mit den Architekten Gabi Laufen-Jäger und Roland Schellhaas.
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Einzug steht bevor: Erster Stadtrat Dieter Lang (von rechts) auf Stippvisite in der Kita 2 mit den Architekten Gabi Laufen-Jäger und Roland Schellhaas.

Das Bauprojekt der Kita 2 bewegt sich auf die Zielgerade zu. Wie die Stadt mitteilt, können dort bald Kinder und ihre Erzieher und Erzieherinnen einziehen. Der Weg dorthin war jedoch durchaus mit einer Menge Zündstoff versehen.

Dietzenbach – Unter anderem rund um die Diskussion zum Neubau des Kindergartens war die damalige Koalition zwischen CDU, SPD und WIR-BfD zerbrochen. Doch zunächst erst einen Schritt zurück. Die Koalitionäre stimmten Anfang 2018 für den Bau einer sogenannten „Mammutkita“ mit 180 Plätzen. Kurze Zeit darauf kündigte die WIR-BfD das Bündnis auf. Zu groß war die Differenz in unterschiedlichen Themen zu denen auch die Herangehensweise an den Kita-Neubau an der Brunnenstraße zählte. Stellte sich etwa im Nachhinein heraus, dass etwa die SPD eigentlich einen Bau mit weniger Plätzen favorisiert, sich jedoch dem Koalitionszwang gebeugt hatte. Eine Lösung, die auch vom Elternbeirat mitgetragen wurde. Groß waren dort die Sorgen, dass sich die Betreuung in einer „Mammutkita“ negativ auf die Kinder auswirken könnte. Beiratsvorsitzende Kerstin Ehrenberg verwies damals etwa auf den Cortisol-Spiegel, der bei Lärm und Stress steigt. Was wiederum dazu führe, dass dadurch „nachweislich Lernschwierigkeiten auftreten und die Sozialkompetenz der Kinder leidet“. Zudem befürchtete Ehrenberg wie auch Anwohner, dass es während der Bring- und Abholzeiten zu einem Verkehrschaos und Parkproblemen kommen werde.

Und auch die Grünen plädierten dafür, den ursprünglichen Antrag rückgängig zu machen und sich im Sinne der Bürger für eine Kita mit nur 155 Plätzen zu entscheiden. Ein Lösungsansatz, der sich durchsetzte.

In Neubau gibt‘s auch ein Elterncafé

So werden die Mädchen und Jungen an der Brunnenstraße künftig in drei U3-Gruppen und fünf Ü3-Gruppen betreut. Dazu stehen insgesamt 1374 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen zur Verfügung. Diese erstrecken sich über zwei Baukörper, die durch einen Mittelbau miteinander verbunden werden. Dabei sind Kinder bis drei Jahre im Erdgeschoss West untergebracht. Dort gibt es für sie sowohl Aufenthalts- wie auch Schlafräume. Im östlichen Bereich der Ebene befinden sich ein großer Mehrzweckraum, das Leitungsbüro, ein Besprechungsraum sowie die Küche und der Personalbereich. Doch nicht allein für die Kinder und Erzieher gibt es ausreichend Platz. Auch hat man in den Neubau ein Elterncafé integriert, in dem Elterngespräche geführt und Projekte geplant werden können.

Im Obergeschoss des Baus befinden sich fünf Ü3-Gruppenräume. Verbunden sind diese durch einen hellen und geräumigen Spielflur. Zudem sind in der oberen Etage ein Bistro sowie Sanitär- und Lagerräume zu finden. Höhepunkt des Neubaus an der Brunnenstraße sind die fünf verschiedenen Bildungsräume, die mit den Schwerpunkten Kreativität, Medien, Sprachförderung, Forschen und Experimentieren viel pädagogischen Spielraum für offene Angebote ermöglichen, heißt es vonseiten der Stadt. Zudem gibt es eine Kinderküche, in der sich die Kleinen ausprobieren können.

Das Außengelände bietet Möglichkeiten zum Toben sowie Parkplätze und 14 überdachte Fahrradstellplätze.

Insgesamt hat man bei dem Bau des Gebäudes darauf geachtet, dass dieser den Aspekten Klimaschutz und Nachhaltigkeit entspricht, wie Erster Stadtrat und Sozialdezernent Dieter Lang betont. (Anna Scholze)

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