Der etwas andere Knabberspaß

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In acht verschiedenen Geschmacksrichtungen und drei unterschiedlichen Schärfegraden ist „Crazypopcorn“ erhältlich. Michael Mager präsentiert hier eine Auswahl.

Dietzenbach - Der Mann ist einfach ein Tausendsassa. Zunächst vertrieb Michael Mager mehrere Jahre lang lukrativ die typischen amerikanischen Wasserspender, bevor er sein Unternehmen mit sattem Gewinn verkaufen konnte. Von Sonja Thelen

Danach - in einer kreativen Schaffenspause - entwickelte er eben mal so einen praktischen Gepäcksitz für Harley-Davidson-Motorräder - auch hier ließ der Erfolg nicht auf sich warten.

Jetzt hat er mit „Crazypopcorn“ eine lukullische Nische entdeckt, die er mit seinen Kreationen besetzen möchte. Die Rede ist nicht von dem pappigen Popcorn-Zeug, das einem in Kinos in riesige Eimer gefüllt wird, sondern von einem knusprigen und exotisch gewürzten Snack aus gepopptem Mais. In einer ehemaligen Bäckerei im Dietzenbacher Stadtteil Hexenberg hat der 54-Jährige Geschäftsmann nach längerer Suche die ideale Produktionsstätte für sein Popcorn gefunden. Von dort tritt das Produkt, das in acht verschiedenen Geschmacksrichtungen und in drei verschiedenen Schärfegraden erhältlich ist und immer in einer edel gestylten Verpackung steckt, seine Reise zu den Konsumenten an.

Abhebender Knabberspaß war Magers Ziel

Dass in Popcorn viel mehr steckt als gemeinhin angenommen wird, erlebte Michael Mager während eines USA-Urlaubs. In New York entdeckte er einen Laden, in dem es mit verschiedensten Schokoladen veredeltes Popcorn zu kosten und zu kaufen gab. Mager war hin und weg, zumal der Laden mit Erfolg lief: „Die Kunden rannten denen förmlich die Bude ein.“ Seither hatte er die Idee, etwas Ähnliches in Deutschland aufzuziehen. Doch es sollten noch einige Jahre ins Land gehen, bis er sich an die Umsetzung wagte. „Ich war mir zunächst nicht sicher, ob das hier funktionieren würde. Aber bevor ich mit den Wasserspendern anfing, hatten auch viele Zweifel, ob ein so uramerikanisches Produkt angenommen wird, was es dann aber wurde“, erzählt Mager, der in Dreieichenhain lebt und Vater eines 26-jährigen Sohnes ist.

Also, diesmal Popcorn. Aber eben keine zähe Dutzendware wie auf der Kirmes, sondern ein sich von der Masse abhebender Knabberspaß war Magers Ziel: „Unser Popcorn besteht aus genfreien Maisgräsern und wird mit nicht gehärtetem Pflanzenöl erhitzt. Die Rohstoffe werden ausschließlich von ausgewählten Produzenten geliefert. Auf diese Weise können wir den hohen Qualitätsstandard garantieren.“

Die Herstellung ist Handarbeit

Für seinen Maissnack experimentierte Michael Mager gemeinsam mit dem Food Designer Wolfram Kalb einige Monate lang. Die gesamte Bekanntschaft hatte ständig neue Geschmackskreationen zu testen und reagierte begeistert, erzählt Mager, der zunächst nur den süßen Pfad eingeschlagen hatte. Doch im Sommer, bei steigenden Temperaturen, musste er feststellen, dass die schokoladene Glasur schmolz. Da kam der 54-Jährige auf die Idee, es mit pikanten Gewürzen zu versuchen. Rat und Unterstützung bei der Zusammenstellung der Mischungen holte er sich zum Beispiel beim Chef der Frankfurter Imbiss-Kette „Best Worscht in Town“ - ein Kumpel von ihm -, dessen scharfe Soßen bereits legendär sind.

Hergestellt wird alles in Dietzenbach - in Handarbeit. In der früheren Backstube steht heute eine professionelle, große Popcornmaschine, in die der Mais gefüllt und mit Öl erhitzt wird. Die aufgepoppten Körner fallen dann durch eine Luke auf ein Sieb, nicht aufgegangene Maiskörner fallen hindurch. Anschließend wird das Gourmetpopcorn nach eigener Rezeptur karamellisiert und zu guter Letzt gewürzt.

Acht verschiedene Gewürzmischungen

Michael Magers knusperiges Popcorn gibt es in acht Gewürzmischungen. Neben den beiden eher süßen Variationen „Crazy Caramel“ und „Crazy Whole Almond“ sind dies die pikanten Sorten „Crazy Farmhouse“, „Crazy Caribbean“, „Crazy Himbeer-Energizer“ und „Crazy Lemon“ sowie die scharfen Kreationen „Crazy Indian Spice“ und „Crazy Jalapeño“.

Die Qualität dieses Popcorns hat ihren Preis: Zwischen 6,45 und 6,95 Euro muss man für eine 200-Gramm-Packung hinlegen. „Allein die Verpackung kostet mich schon einen Euro, und die Herstellung ist aufwendig“, erklärt Inhaber Mager. Auch die Gewürze und der verwendete Puffmais sind keine Billigware. Der Unternehmer betont: „Wir möchten ja auch kein Massenprodukt anbieten, sondern ein Premiumprodukt.“ Das kommt trotz des Preises an. Pharmakonzerne, Agenturen oder Luxus-Hotelketten bieten bereits für den Kunden individuell verpacktes „Crazypopcorn“ an. Mager verhandelt zudem mit Anbietern im gehobenen Einzelhandel, sein Gourmetpopcorn anzubieten. Das kann außerdem im Internet bestellt werden.

Hier geht es zur offiziellen Internetseite von Crazypopcorn

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