Chronik des Baufelds C

Dietzenbach - Nach vier Jahrzehnten steht die Entwicklung des Stadtzentrums vor der Vollendung. Nachfolgend einige Höhepunkte des Dietzenbacher Planungs-ABC:

  • 1973 wird das „E-Center“ eröffnet, später in „Basar“ umbenannt und dann in „Toom-Markt“
  • 1976 kommt das Rathaus hinzu
  • Der „Städtebauliche Rahmenplan 79 fürs neue Stadtzentrum“ schafft eine neue Planungsgrundlage für das Areal nördlich der Vélizystraße
  • 1982 ist der Bebauungsplan 51 „Neue Stadtmitte“ rechtskräftig
  • 1988 beschließen die Stadtverordneten eine Neuaufstellung des B-Plans, ohne dass bis dato auch nur ein einziger Stein verbaut wurde. Im gleichen Jahr öffnet das Bürgerhaus
  • 1996 wird die 20 Jahre alte Rahmenplanung überarbeitet und in kleine Abschnitte eingeteilt
  • 1998 beschließt das Stadtparlament das Investorenkonzept der Gemini-Area-Gesellschaft, nach dem zwischen der Bahnstrecke und dem Theodor-Heuss-Ring eine Shopping-Mall nach amerikanischem Vorbild mit einem Multiplex-Kino entsteht, und die Erweiterung des Toom-Komplexes bis zur Fußgängerbrücke.
  • Fürs Kino findet sich kein Betreiber. 1999 kommt die Firma Ergonom zum Zug. Das Stadtparlament lehnt die Umbaupläne der Kübel-Stiftung ab, der das Toom-Areal gehört
  • Der Kreishaus-Investor Bavaria sowie Kübel stellen 2001 ein Projekt im Sinne von Public Private Partnership (PPP) vor. Die Eckpfeiler bilden ein in das Einkaufszentrum integriertes Rathaus und das Bürgerhaus als Tagungs- und Kongresszentrum mit Hotel. Ende 2001 steht mit Ten Brinke ein neuer Investor fest. Es beginnt ein jahrelanger Preispoker mit Kübel.
  • Das Kreishaus auf Baufeld B wird im Jahr 2002 eröffnet
  • 2005 wird der Toom geschlossen, 2006 abgerissen. Ten Brinke, Kübel und die Stadt haben sich geeinigt
  • Das Rathaus-Center wird Ende 2007 eingeweiht
  • 2008 stimmt das Parlament dem von Ten Brinke vorgelegten Konzept für Baufeld C zu. Doch der städtebauliche Vertrag würde eine europaweite Ausschreibung und damit eine Verzögerung bedeuten. Kaum ist dieses Problem gelöst, gibt es Streit um die Frage, ob Ten Brinke das Areal kaufen oder in Erbpacht erhalten soll. „Masaya-Center bleibt ein Luftschloss“, titelt unsere Zeitung. Derweil befürchten Anwohner den Verkehrsinfarkt
  • 2009 schließt das Parlament die Erbpacht-Lösung aus. Erst 2010 sickert durch, dass Ten Brinke wieder an Kauf denkt. Der städtebauliche Vertrag wird doch noch unterzeichnet. Ende 2010 liegt endlich eine Teilbaugenehmigung vor

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