Stefan Schmitt wird CDU-Fraktionschef

Bernd Abeln soll Paul Scherer nachfolgen

Rödermark - Für den neuen Kreistag zeichnen sich wichtige personelle Veränderungen ab: Von Michael Eschenauer

CDU-Parteichef Frank Lortz (MdL) kündigte gestern an, dass der derzeitige Fraktionsvorsitzende Bernd Abeln für den Posten des Kreistagsvorsitzenden in Nachfolge von Paul Scherer (CDU) vorgesehen sei. Die Fraktion soll künftig von dem Neu-Isenburger Stadtrat Stefan Schmitt geführt werden. Die Personalvorschläge will der Spitzenpolitiker bei der konstituierenden Sitzung der neuen CDU-Fraktion am 18. und 19. März absegnen lassen. Man werde zudem deutlich verjüngt auftreten, kündigte Lortz in der Parteizentrale in Rödermark an. So gehen sechs der 28 Abgeordnetensitze an Mitglieder der Jungen Union. Landrat Oliver Quilling (CDU) bezeichnete die Nachwuchspolitiker als ambitionierte Persönlichkeiten, die er sich in Zukunft auch in höheren Aufgabenfeldern vorstellen könne.

Den Ausgang der Kreistagswahl am 6. März, bei der die CDU in der Region um 5,2 Prozentpunkte auf 32,4 Prozent abrutschte, nannte Lortz „kein gutes Ergebnis“. Die Kreis-CDU habe sich dennoch unter den schwierigen Bedingungen einer Protestwahl gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung behauptet.

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Die CDU sei im Kreis in 9 von 13 Kommunen stärkste Partei geblieben. Gegen sie sei keine andere Mehrheit möglich. Quilling und Lortz kündigten an, die Große Koalition mit der SPD – der Partner verfügt über 21 Sitze im 87-köpfigen Kreistag – fortsetzen zu wollen. Vom 21. bis 24. März will man den Koalitionsvertrag aushandeln. „Ich erwarte hier keine großen Probleme“, gab sich Lortz entspannt. Das Abkommen werde man am 15. April auf einen Kleinen Parteitag beraten und beschließen. Die konstituierende Sitzung des Kreistags ist für den 4. Mai vorgesehen.

Im Herbst werde man plangemäß den SPD-Kreisbeigeordenten Carsten Müller (SPD) mit den Aufgabenbereichen Kämmerei und Soziales wiederwählen. Zum Umgang mit der Alternative für Deutschland (AfD), die mit 13 Sitzen in den Kreistag einziehen wird, sagten die CDU-Spitzenpolitiker, man werde mit dieser Gruppe wie mit allen anderen vertretenen Parteien einen „vernünftigen, geschäftsmäßigen und professionellen Dialog“ anstreben. Schließlich seien die AfD-Vertreter demokratisch gewählt.

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