Kindergarten im „Haus der Kirche“ gewinnt weiter an Gestalt

Betriebserlaubnis bereits gesichert

Dietzenbach - Die Diskussion zur geplanten Kita des Evangelischen Dekanats im „Haus der Kirche“ am Theodor-Heuss-Ring geht in die zweite Runde der Stadtverordnetenversammlung. Von Barbara Scholze 

Nachdem eine entsprechende Vorlage der Verwaltung im Dezember aufgrund mangelnder Informationen geschoben wurde, steht der Abstimmungspunkt am 3. Februar wieder auf der Tagesordnung. Möglicherweise in diesem Jahr noch will das Dekanat mit einem Kindergarten für über Dreijährige an den Start gehen. Einen Bedarf hat die Verwaltung bereits mitgeteilt. In der Dezember-Sitzung des Stadtparlamentes hatte unter anderem der Bauausschuss-Vorsitzende Harald Nalbach (WIR-BfD) die Vorlage als „so nicht akzeptabel“ gerügt. Die aufgeführten Zahlen seien „sehr großzügig überschlagen und auch noch falsch berechnet“. Eine neue Version wird es indes auch jetzt nicht geben. Auf Nachfrage erklärte Erster Stadtrat Dieter Lang (SPD), dass der Abstimmungstext gleichgeblieben sei. Einziger Unterschied: Wie Nalbach mitteilt, ist vor der Ausschuss-Sitzung am Mittwoch, 25. Januar, um 18 Uhr ein Ortstermin im „Haus der Kirche“ angesetzt. In der darauffolgenden Sitzung soll ein Vertreter des zu beauftragenden Architekturbüros Fragen beantworten.

Seit dem Frühjahr 2015 sei man wegen der Errichtung eines Kindergartens im Gespräch, heißt es in der Vorlage. Die Verhandlungen seien inzwischen „einvernehmlich“ abgeschlossen. Dabei wäre der neue Kindergarten nicht die erste Betreuungseinrichtung im „Haus der Kirche“. Jede Menge Buben und Mädchen bevölkern bereits seit mehr als drei Jahren das Gebäude, residieren doch drei Gruppen mit U3-Kindern seit 2013 im ersten Stock.

Für die Betreuung der Größeren stünden im Erdgeschoss nun „weitläufige und helle“ Flächen in einer Größe von 573 Quadratmetern zur Verfügung. Dazu kommt ein entsprechendes Außengelände, sodass drei Gruppen mit je 25 Kindern über drei Jahren dort einziehen könnten. Der Umbau soll in einem Dreivierteljahr vonstatten gehen, sodass die Einrichtung eventuell schon nach den Sommerferien starten könnte. „Eine Betriebserlaubnis seitens des Landes gilt als gesichert“, heißt es in der Vorlage. Großer Vorteil sei, dass die Kinder aus dem ersten Stock nach dem dritten Lebensjahr ins Erdgeschoss wechseln könnten.

Kinder sicheren Umgang mit Feuer üben lassen

Rund 800.000 Euro sollen für den Umbau fällig werden. Finanziert werden sie durch Mietzahlungen der Stadt auf eine Dauer von 20 Jahren, wobei die monatliche Grundmiete acht Euro pro Quadratmeter beträgt, plus einer Umlage von 5,82 Euro. Darüber hinaus rechnen die Planer mit laufenden Kosten in Höhe von 686 600 Euro pro Jahr. Diese reduzieren sich aufgrund von Elternbeiträgen und Zuschüssen des Landes um 306.500 Euro, sodass an der Stadt rund 380.000 Euro hängen bleiben. „Ein Neubau würde einen wesentlich höheren Zuschussbedarf nach sich ziehen“, heißt es.

Rubriklistenbild: © dpa

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