Blech verliert den Kampf gegen Stahl

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Der an der Vorderfront ramponierte Mercedes musste abgeschleppt werden.

Dietzenbach (cz) - Und wieder hat es „Rumms“ gemacht. Die Lkw-Verengung in der Limesstraße hat ein weiteres Opfer gefordert.

Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, ist am Samstagnachmittag ein 43-jähriger Mercedes-Fahrer mit dem rechten Vorderrad an der Schikane hängengeblieben. Er war gegen 17.15 Uhr in der Limesstraße in Richtung Offenbacher Straße unterwegs, als er Bekanntschaft mit den neuen Doppel-T-Trägern machte. Nach Angaben von Dietzenbachs Polizeichef Klaus-Peter Daube erwägt der Fahrer eine Klage gegen die Stadt.

Wie berichtet, hatte die Stadt Anfang März damit begonnen, an der Schikane beschädigte Betonpalisaden gegen Stahl auszutauschen. Die Verengung soll Lastwagen aus den Wohngebieten heraushalten, doch immer wieder bleiben daran auch Pkw hängen. Doch trotz aller Kritik gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass die Stadt ihre Strategie überdenken oder gar ändern könnte.

An der Konstruktion wird sich nichts ändern

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Erster Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) erläuterte in Abwesenheit des zuständigen Bürgermeisters, dass die rotweißen Markierungen für die bislang nackten Stahlträger bestellt seien und in dieser Woche montiert werden sollen. Kolmer verwies auf die jüngste Pressemitteilung der Stadt, wonach sich an der Konstruktion nichts ändern werde. Sollten weitere Betonpalisaden beschädigt werden, werde noch mehr Stahl verbaut.

Der Steinberger Martin Senger hält den Zustand für untragbar: „Ich finde es unmöglich, derart ungeschützte scharfe Kanten zu installieren. Dies ist immerhin ein Fußgängerübergang für Grundschulkinder.“ Im Dunkeln sei die Stelle, wo der jüngste Unfall geschah, nicht sichtbar. „Als Radfahrer möchte ich auch nicht mit dieser Ecke in Berührung kommen. Schlimmste Verletzungen sind wahrscheinlich“, befürchtet Senger.

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