Bonbons und Brause wie in der Kindheit

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Marianne Preiss (links), Gisela Ascher und Günter Nannen blicken vor der Reise in die Vergangenheit in die Zukunft und freuen sich auf Himbeerbonbons und Brause vom „alten Wasserhäuschen“.

Dietzenbach - Ein Blick zurück fällt manch einem nicht so leicht, wie man vermutet. Menschen mit Altersdemenz und Alzheimer büßen nach und nach ihre Gedächtnisleistung ein. Von Katharina Platt

Das rührige Team des DRK-Alzheimer-Tageszentrums möchte den Erinnerungen dieser Menschen auf die Sprünge helfen und mit einem „Kiosk anno dazumal“ an vergangene Zeiten erinnern. Bereits seit dem Frühjahr planen, basteln und bauen Gisela Ascher, ihre Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer an dem Projekt (wir berichteten).

Der hölzerne Pavillon im Garten des DRK-Alzheimer- Tageszentrums sollte eigentlich bereits in den Sommermonaten eröffnet werden. Gisela Ascher und ihre Mitstreiter träumten schon von Himbeerbonbons und Brause, die von den an Alzheimer erkrankten Bewohnern mit Spielgeld gekauft werden können. Nicht nur Abwechslung will das blau-weiße Häuschen in den Alltag der Senioren bringen, sondern vor allem in vergangene Zeiten entführen. „Erinnerungen an Kindheit und Jugend sollen bewahrt werden, so geht der Bezug zur eigenen Identität nicht verloren“, erklärt die Leiterin der Einrichtung.

Weitere Informationen zum „Kiosk von anno dazumal“ gibt es im ATZ (Adolph-Kolping-Straße) unter Tel.: 06074/ 4900460.

Einen steinernen Sockel und neue Fensterrahmen hat das kleine Haus, das schon bald zum Tante Emma-Lädchen werden soll, bereits. Was noch fehlt, ist tatkräftige Unterstützung. „Wir benötigen fachmännische Hilfe“, sagt Gisela Ascher. So ist beispielsweise eine Theke aus Granit zu befestigen. Doch ohne die Unterstützung durch einen Maurer oder Zimmermann liegt das Projekt auf Eis. Darüber hinaus fehlten auch noch „Dinge aus der alten Zeit“. Antike Regale, alte Schränke, Bonbongläser, blecherne Waagen oder längst vergessene Gerätschaften sollen in die vierziger und fünfziger Jahre entführen.

Am 11. Dezember will das Tageszentrum mit einem Basar weitere Spenden für den Kiosk sammeln. „Es wäre schön, wenn wir im Dezember den Gästen schon etwas präsentieren könnten“, sagt Ascher.

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