„Bunter Reigen im Parlament“

Dietzenbach - (scho) Rainer Engelhardt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat keine Angst vor Konkurrenz. Die Ankündigung der UDS, zur Kommunalwahl 2011 als Wählergemeinschaft anzutreten, könne ihn nicht schrecken.

„Ich sehe das als Herausforderung, wir werden uns sicher gerne mit der neuen Wählergemeinschaft messen.“ Rainer Engelhardt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat keine Angst vor Konkurrenz. Die Ankündigung der UDS, zur Kommunalwahl 2011 als Wählergemeinschaft anzutreten, könne ihn nicht schrecken. Die fünf ehemaligen SPD-Mitglieder, die sich vor fast eineinhalb Jahren als eigene Fraktion abgespalten hatten, passten schließlich in den „bunten Reigen unseres Parlamentes“, wie Engelhardt betont. Allerdings zweifelt der SPD-Fraktions-Chef noch an der Umsetzung der UDS-Pläne. „Ich glaube das erst, wenn die notwendigen Unterschriften vorliegen und die neue Gruppierung zur Wahl antritt“, sagt er. Das Verfahren bis dahin sei schließlich ein weiter Weg und mit viel Arbeit verbunden.

Nach den internen Streitigkeiten, die im Herbst 2007 zur Spaltung der sozialdemokratischen Fraktion geführt hatten, sei die Arbeit bei den verbliebenen SPD-Parlamentariern ruhig geworden. „Wir waren nicht froh über diesen Schritt, im Nachhinein war es für uns aber wie ein reinigendes Gewitter“, meint Engelhardt. Seit der Trennung gebe es nun eine „harmonische, zielorientierte und pragmatische Arbeitsweise“. Engelhardt gibt zu, dass es eine Zeitlang zu Austritten gekommen sei. „Aber die schreibe ich eher dem Landes- und Bundestrend zu“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende. Inzwischen seien eine Reihe engagierter Menschen neu in den Ortsverein eingetreten. „Wir haben jetzt ungefähr den Mitgliederstand wie vor der Abspaltung der UDS“, so Rainer Engelhardt.

Keinerlei Probleme mit einem dauerhaften Engagement der UDS hat Günther Weller, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, die selbst keine Partei, sondern ein Verein sind: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Jedes einzelne Mitglied der UDS-Fraktion sei erfahren in der Kommunal politik, er freue sich über gute Leute im Parlament. „Die UDS bereichert das Bild, ich drücke ihnen die Daumen für ihr Vorhaben“, unterstreicht Weller.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare