Clubleben im Polizeikeller beendet

Dietzenbach ‐ Nun ist es doch besiegelt, das Schicksal des bislang im Kellergeschoss der Polizeistation untergebrachten Clubs 33. Wie berichtet, hatte der langjährige Betreiber des Jugendclubs, Heinz-Jürgen Rosskopf, seinen Mietvertrag zum Jahresende gekündigt. Von Nina Beck

Schon einmal, vor zwei Jahren, hatte er mit dem Gedanken gespielt, den Hut an den Nagel zu hängen, dann aber doch noch einmal verlängert. Und schon damals hatte die Polizei Bedarf an den zusätzlichen Räumlichkeiten geäußert.

Dieser Bedarf ist nach wie vor gegeben, wie Erster Stadtrat Dietmar Kolmer nun auf Anfrage mitteilt. Denn die für rund 50 Beamte ausgelegte Polizeistation in der Altstadt habe meist um die 65 Polizisten zu fassen, darunter auch Mitglieder der so genannten Dezentralen Ermittlungsgruppe. Darüber hinaus wird bekanntlich der Freiwillige Polizeidienst aufgestockt, weshalb die Polizei dringend weiteren Arbeits- und Stauraum, Platz für Spinde, Umkleiden und Sozialräume benötigt. Zudem habe sich der Bemessungsmaßstab für die Sicherheit von Polizeistationen geändert. So sei es grundsätzlich wünschenswert, wenn die Polizei alleiniger Mieter in einem Gebäude sei.

Derzeit kein städtisches Ausweichquartier

Der Mietvertrag ist aufgelöst, und es ist nicht hinnehmbar, die Räume anderweitig zu vermieten“, meint Kolmer – „wenn nicht Polizei-Einheiten reduziert werden sollen.“ Bürgermeister Jürgen Rogg und er seien sich daher einig, dass die Polizei den Zuschlag erhalten werde. „Ich habe nichts gegen den Club 33, aber nicht mehr in diesen Räumlichkeiten“, beteuert der Erste Stadtrat.

Ein städtisches Ausweichquartier hat Kolmer derzeit allerdings auch nicht anzubieten. Perspektivisch gesehen könne der neu gegründete Vereinskreis an zwei, drei Abenden in dem geplanten Bildungshaus unterkommen. Eventuell ließe sich in der Übergangszeit auch im Jugendzentrum ein Treff organisieren, spruchreif ist aber nichts. Räume im Gebäude der Boxhalle, macht Kolmer klar, stünden nicht bereit; diese seien Berufswegebegleitung, Hausaufgabenhilfe und Ähnlichem vorbehalten.

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