Altagssorgen vergessen

Spielburg in Dietzenbach will Besuchern trotz Corona „ein Stück Normalität zurückgeben“

Auf den Bumper Cars können sich Remus (vorne) und Caius gegenseitig anstoßen, ohne Unfälle zu riskieren.
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Auf den Bumper Cars können sich Remus (vorne) und Caius gegenseitig anstoßen, ohne Unfälle zu riskieren.

Für viele Besucher sind die Spielburg und die 360-Grad-Jump-Anlage an der Karl-Benz-Straße in Dietzenbach ein Ort, an dem sie ihren Alltag vergessen können. Während Kinder sich auf dem Trampolin oder im Bälle-Paradies austoben, schauen Eltern im Bistro Filme oder Serien auf dem eigenen Laptop. Doch auch für alle, die sich nicht mit Netflix und Co. zufriedengeben, hat Besitzerin Adriana Gotta etwas Passendes.

Dietzenbach – Neben Trampolins beherbergt die Spielburg Hüpfburgen, Spielautomaten und Kletterparcours. An insgesamt 15 Stationen auf über 2200 Quadratmetern können sich große und kleine Spielkinder erholen. Damit Adriana Gotta nicht nur Erstbesuchern etwas Neues anbieten kann, verändert sie regelmäßig ihr Inventar. „Wir bauen jedes Jahr um.“ Im vergangenen Jahr hat sie eine neue Trampolinanlage aufgestellt.

Es kommen aber nicht nur neue Attraktionen hinzu, auch lieb gewonnene Stücke werden aussortiert. Nächstes Jahr müssen sich ihre Gäste vom Kletterturm und der dazugehörigen Hüpfburg verabschieden, dafür will Gotta eine neue spannende Spielmöglichkeit installieren. Was es wird, will sie noch nicht verraten: „Ich möchte nicht, dass sich meine Gäste auf etwas freuen, was sich dann nicht umsetzen lässt.“

Wer lieber ohne Sprünge oder Salti entspannen will, kann an den Simulatioren Autorennen fahren oder sich bei einer Runde Airhockey messen. Auch Liebhaber virtueller Welten werden in der Halle fündig. Ihnen empfiehlt Gotta ihre im vergangenen Jahr erworbene Virtual-Reality-Attraktion „Valo Jump“. Es sei wie in einem Jump-and-Run-Spiel. Dabei wird der Besucher beispielsweise in einen Wald mitgenommen, in dem er Gegenstände mit seinen Händen greifen muss. „Wie bei Super-Mario, wo Goldmünzen eingesammelt werden müssen.“

Auch die Schnipselgrube hat sie vergangenes Jahr eingeweiht. Dort können sich Gäste vom Trampolin aus in eine mit Schaumstoffwürfeln gefüllten Grube fallen lassen. Wegen der Corona-Beschränkungen bleibt diese allerdings vorläufig geschlossen, denn „viele Besucher lassen sich mit dem Gesicht in die Grube fallen“, erklärt Adriana Gotta. Auch die Anzahl der Gäste musste die Betreiberin auf die Hälfte reduzieren.

Trotz der coronabedingten Einschränkungen wollte sie die Spielburg so schnell wie möglich wieder öffnen. Zuspruch erhielt sie dabei von ihren Gästen: „Unsere Kundschaft hat viele Mails geschrieben und immer wieder nachgefragt, wann wir endlich wieder aufmachen.“ Andere hätten bereits während des Lockdowns Gutscheine gekauft. Für Gotta war es wichtig, vor allem Kindern mit der Spielburg wieder „ein Stück Normalität zurückgeben“. Und auch die Eltern seien dankbar, dass ihr Nachwuchs dort wieder Toben kann. Die Erwachsenen würden oft bei ihr an den Tischen sitzen und ihre Arbeit erledigen, während die Kinder spielen, berichtet die Inhaberin.

Ohne ein passendes Hygienekonzept wäre eine Wiedereröffnung allerdings undenkbar gewesen. Adriana Gotta hat zusammen mit dem städtischen Ordnungsamt lange an den richtigen Maßnahmen getüftelt. „Wir wurden von den Beamten wirklich sehr gut unterstützt“, betont sie. Es hätten sich sogar andere Trampolinparks bei ihr gemeldet, die das fertige Konzept für ihre Einrichtungen übernehmen wollten, berichtet Gotta stolz.

Aufgrund der begrenzten Besucherkapazität bittet Adriana Gotta ihre Gäste von einem spontanen Besuch abzusehen und stattdessen online unter die-spielburg.de einen Termin zu vereinbaren. Die Spielburg öffnet mittwochs bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie am Wochenende zwischen 12 und 19 Uhr. (Joshua Bär)

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