Kindertagesstätten im Fokus

Das wollen die Dietzenbacher Parteien für Jung und Alt tun

Die Parteien sind sich einig: Im Hinblick auf die Kindertagesstätten muss sich etwas ändern.
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Die Parteien sind sich einig: Im Hinblick auf die Kindertagesstätten muss sich etwas ändern.

Dietzenbach – Am 14. März entscheiden die Dietzenbacher unter anderem, wer sie künftig im Stadtparlament vertritt. Aus diesem Grund vergleichen wir in den nächsten Wochen die Wahlprogramme der Parteien in fünf unterschiedlichen Punkten miteinander. Dietzenbach ist die jüngste Stadt in Hessen. Deshalb widmen wir uns heute einerseits den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Seniorinnen und Senioren.

CDU

„Wir setzen uns für ein familienfreundliches Dietzenbach ein“, heißt es im Wahlprogramm der Christdemokraten. Das will die CDU dadurch erreichen, dass sie etwa die Kommunikation bei der Anmeldung für die Kitas verbessern will, Kindertagesstätten und Schulen in freier Trägerschaft fördern will, und auch in Krisenzeiten soll es ein flexibles Angebot zur Betreuung für Kinder und Jugendliche geben. Dazu sollen auch Freizeitangebote für die Ferien, wie beispielsweise Ferienspiele und Kinder- und Jugendzeltlager erhalten und noch weiter ausgebaut werden.

Für die ältere Generation will sich die CDU einsetzen, indem die Barrierefreiheit weiter ausgebaut und eine „flächendeckende medizinische Versorgung“ sichergestellt wird.

SPD

Für junge Menschen fordern die Sozialdemokraten in ihrem Programm eine „Unterbreitung von guten Angeboten – vor allem für Bildung, Freizeitgestaltung, Mobilität und digitale Vernetzung“. Das soll auch durch eine stärkere Beteiligung der Jugendlichen selbst erreicht werden. Die SPD schlägt hier einen Jugendbeirat vor. Auch soll es kostenloses Wlan an den Treffpunkten junger Menschen in der Stadt geben. Des Weiteren will die SPD etwa schrittweise die Gruppengröße in den Kitas verringern.

„Eine städtische Seniorenarbeit aus einem Guss“, fordern die Sozialdemokraten für die ältere Generation, „hierzu gehören eine Moderation und Hilfe beim Zusammenbringen unterschiedlicher Zuständigkeiten wie zum Beispiel Pflege-, Kranken- und Rentenkassen“. Auch sei es für die Senioren von Bedeutung, dass bezahlbarer Wohnraum entstehe. Deshalb sei eine „aktive städtische Wohnungspolitik unabdingbar“, so die SPD.

AfD

Im Fokus der AfD steht bei der Kommunalwahl der Bau einer weiteren Kita. „Die Mehrheit im Stadtparlament hat diese beiden Anträge in der Vergangenheit abgelehnt. Wir werden sie dennoch wieder stellen“, heißt es von Heinrich Eckert, Spitzenkandidat der Partei.

Grüne

Die Grünen wollen auch Senioren für ihre Ziele begeistern, wie es im Wahlprogramm heißt. Dafür wollen sie beispielsweise generationenübergreifendes Wohnen fördern und die Infrastruktur ausbauen sowie barrierefrei gestalten.

Für Kinder und Jugendliche fordern die Grünen beispielsweise mehr öffentlich zugängliche Sportplätze etwa zum Basketballspielen oder Skaten. Für Eltern will die Partei erreichen, dass es eine Zusage für Betreuungsplätze spätestens sechs Monate vor Beginn der Betreuung gibt. Sie wollen außerdem den Jugendbeirat reaktivieren und fördern, indem er ein Budget bekommt, mit dem dieser frei planen kann.

FW-UDS

Die Freien Wähler wollen in ihrem Programm die Kompensation der finanziellen Kosten, denen die junge Stadt Dietzenbach überproportional ausgesetzt sei, durch Kreis, Land oder Bund. Dies belaufe sich auf gut drei Millionen Euro. Um weitere Treffpunkte für Jugendliche oder Senioren zu ermöglichen, will die Partei eine andere Nutzung bestehender Immobilien. Konkret schlagen die Freien Wähler beispielsweise vor, die „auf Vereinsmitglieder beschränkte Nutzung der Sportplätze“ zu überdenken. Auch solle das Capitol weiter genutzt werden.

Linke

Die Linkspartei hat verschiedene Wahlversprechen, die den Generationen zugute kommen sollen. Sie wollen höhere Investitionen in Erziehungs- und Betreuungspersonal tätigen und es soll ein Ausbau der Ganztagsschulen stattfinden. Darüber hinaus will sich die Partei dafür einsetzen, dass jedes Kind einen Platz in einer Kindertagesstätte erhält. „Wir unterstützen weiterhin das Kino D und möchten, dass das Programm um Filme für Migranten (auch fremdsprachliche Filme) erweitert wird sowie um Filme speziell für Senioren, die eine wachsende Bevölkerungsgruppe darstellen“, heißt es im Wahlprogramm. Außerdem wollen die Linken „angemessene Tarife“ für Senioren und Jugendliche im öffentlichen Personennahverkehr durchsetzen.

Dietzenbacher Liste

„Investitionen in frühkindliche Bildung rechnen sich“, heißt es im Wahlprogramm der Dietzenbacher Liste. Deshalb will die Partei die Kitas im Spessartviertel zu Familienzentren ausbauen lassen. „Die Situation im Bereich der Robert-Koch-Straße droht zu explodieren, wenn nicht gewährleistet wird, dass die Kinder ausreichend Kita-Plätze mit Ganztagsbetreuung und Schulbegleitung haben“, ist dem Programm der DL weiter zu entnehmen. Deswegen will sie auch erreichen, dass mehr Spielflächen entstehen. Hier soll die Stadt den Vermieter in die Pflicht nehmen.

Für ältere Menschen bedarf es laut der Partei mehr Treffmöglichkeiten und zwar in jedem Stadtteil. Der Anteil älterer Migranten und Migrantinnen nehme zu und die aktuelle Pandemie-Lage zeige wie wichtig es sei, diese Menschen gezielt zu erreichen und zu informieren.

FDP

Die Liberalen verschreiben sich in ihrem Wahlprogramm der Bildung. Es soll alles „aus einem Guss“ sein. „Dazu gehört aus unserer Sicht der Ausbau sowie die Gründung privater Kita- und Schulplätze.“ Damit Kinder schon früh auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden, müssen auch die Betreuer entsprechend geschult sein. Darum will die FDP eine Ausbildungsstätte für Erzieherinnen und Erzieher sowie Tagesmütter in Dietzenbach ansiedeln. Schulen sollen besser mit Wlan ausgestattet werden. Außerdem sollen an den Kitas die Kinder, insbesondere Mädchen, in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik besser gefördert und beschult werden.

Anmerkung der Redaktion: Die Wahlprogramme berücksichtigen im Hinblick auf das Thema „Kinder, Jugendliche und Senioren“ teilweise noch viele weitere Aspekte. Informationen hierzu sind auf den Internetseiten der Parteien oder auf Anfrage bei den Parteivorständen per Mail zu erhalten. (Von Lukas Reus)

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