Demokratie leben

Fördergelder des Familienministeriums: Dietzenbach erhält 375 000 Euro

Freuen sich über die Fördergelder des Bundes (von links): Sonja Hoffmann (Leiterin der Stabsstelle Integration), Erster Stadtrat Dieter Lang und Awo-Geschäftsführer Dirk Hartmann.
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Freuen sich über die Fördergelder des Bundes (von links): Sonja Hoffmann (Leiterin der Stabsstelle Integration), Erster Stadtrat Dieter Lang und Awo-Geschäftsführer Dirk Hartmann.

Im Dezember des nun gerade abgelaufenen Jahres 2020 erhielt die Kreisstadt dann doch noch eine gute Nachricht zum Jahresausklang: Das Projekt Partnerschaft für Demokratie in Dietzenbach wird für die nächsten drei Jahre vom Familienministerium mit insgesamt jährlich 125 000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Dietzenbach – Erster Stadtrat und Sozialdezernent Dieter Lang, Dirk Hartmann (Geschäftsführer der Awo Offenbach Land) und Sonja Hoffmann, (Leiterin der städtischen Stabstelle Integration) zeigten sich erfreut über diese Nachricht: „Damit haben wir Planungssicherheit für die nächsten Jahre und der Aufwand für die jährliche Antragstellung entfällt“, erklärt der Erste Stadtrat.

Er danke den zahlreichen Akteuren, Mithelfern, Unterstützern „und allen, die sich für unser demokratisches Miteinander engagieren und sich gegen Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung einsetzen“, so Lang.

Projektarbeit nur eingeschränkt möglich

Im Rückblick auf das vergangen Förderjahr mussten coronabedingt viele geplante Aktivitäten des Programms abgesagt oder auf digitale Formate umgestellt werden. Eine Demokratiekonferenz, sonst ein festes Datum in der Jahresplanung, fiel der Pandemie ebenfalls zum Opfer. Dafür wurde das Format der Online-Veranstaltung erprobt: Im Mai und Juli gab es Vorträge zu Rechtsterrorismus und zur Arbeit der Initiative 19. Februar in Hanau, zum Jahresende sei das Phänomen der Corona-Leugner thematisiert worden. „Damit konnten viele Menschen erreicht werden, auch wenn der persönliche Austausch natürlich fehlt“, resümiert Sonja Hoffmann.

Obwohl die Projektarbeit wegen der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich war und ist, habe man einige der geplanten Formate umgesetzt: Noch im Januar hatte eine Mädchengruppe unter Leitung der städtischen Jugendarbeit die Möglichkeit, bei einer Studienfahrt nach Hamburg dortige Mädchen-Empowerment-Projekte – und natürlich die Hansestadt – kennenzulernen. Außerdem wurde der Garten der Religionen auf dem Friedhof dank der Fördermittel mitgestaltet und feierlich eröffnet. Und auch die „Lieder für den Frieden“ konnten am 1. September im „Thesa“ gesungen werden. Aktuell sind Informationsflyer in Planung, die die Arbeit in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises unterstützen sollen. Viele Projekte, die 2020 verschoben werden mussten, sollen in diesem Jahr nachgeholt werden: Ein Argumentationstraining, ein Fahrradkurs für geflüchtete Frauen, Tanzprojekte für Kinder und Senioren und der Kids-Club im Heimatmuseum. „Das alles holen wir – hoffentlich! – im neuen Jahr, mit nun dreijähriger Planungssicherheit nach. Selbstverständlich sind auch neue Ideen und Projektanträge willkommen“, sagt Hoffmann. (nb)

Infos im Internet

demokratie-leben.de

awo-of-land.de/projekte/demokratie-leben/

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