Gemeinschaftsunterkunft voraussichtlich Ende Mai einzugsfertig

Kreisstadt erwartet fürs zweite Quartal weniger Geflüchtete

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Die städtische Flüchtlingsunterkunft an der Lise-Meitner-Straße ist zum S-Bahn-Gleis hin offen angelegt.

Dietzenbach - Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Zuweisungszahlen von Flüchtlingen deutlich zurückgegangen. Im zweiten Quartal rechnet die Kreisstadt mit etwa fünf bis sieben Neuankömmlingen pro Monat. Der Bau der Gemeinschaftsunterkunft an der Lise-Meitner-Straße ist voraussichtlich Mitte Mai abgeschlossen.

Für das zweite Quartal des Jahres ist ein deutlicher Rückgang der Zuweisungszahlen von Geflüchteten prognostiziert: Nur 259 Menschen sind für den gesamten Kreis Offenbach vorgesehen, teilt die Stadt mit. Bei dem für Dietzenbach angewandten Zuweisungsschlüssel von 7,8 Prozent wären das etwa 20 Menschen und pro Monat fünf bis sieben Asylsuchende. Die Stadt zieht einen Vergleich zum vierten Quartal des vergangenen Jahres: Dort kamen mehr als 40 Flüchtlinge im Schnitt pro Monat in der Kreisstadt an. Der Rückgang hatte sich bereits abgezeichnet, da in den vergangenen vier Wochen nur vier Geflüchtete in die Kreisstadt kamen. Das lässt Ersten Stadtrat Dieter Lang sichtlich aufatmen. Er erläutert: „Dieser aktuelle Rückgang der Zuweisungen tut uns allen in der Verwaltung gut, denn der Druck schnellstmöglich Unterbringungsplätze für Flüchtlinge schaffen zu müssen lässt damit deutlich nach.“

Um keine Überkapazitäten zu schaffen, mietet die Stadt gegenwärtig keine weiteren Wohnungen mehr an. Ab Ende Mai stehen voraussichtlich die Plätze in der Gemeinschaftsunterkunft an der Lise-Meitner-Straße zur Verfügung. Der Bau der Unterkunft gehe wie geplant voran, heißt es vonseiten der Stadt, denn durch den milden Winter habe es keine nennenswerten Ausfallzeiten gegeben, sodass der Bau wie vorgesehen Mitte Mai fertig sein werde. Bis Ende Mai werde die Unterkunft eingerichtet, damit der Umzug ab Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni erfolgen könne, teilt die Stadt weiter mit.

Der Umzug der 37 Bewohner des Containerdorfs am Waldstadion könne dann erfolgen. Sicherheitshalber hat die Stadtverwaltung die Miete der Container am Waldstadion um einige Tage bis Mitte Juni verlängert, damit Einrichtung und Umzug nicht unter Zeitdruck vonstattengehen. Insgesamt entstehen in der Gemeinschaftsunterkunft Plätze für 100 Menschen in 25 Kleinwohnungen.

Eine Besonderheit der Bauweise sei, dass die Gebäude mit einem Laubengang verbunden sein werden. Das biete den Vorteil, dass kleine, separat abschließbare Wohneinheiten entstehen, die nachhaltiges Wohnen ermöglichen. Dies biete die Möglichkeit, die Räumlichkeiten weiter zu nutzen, auch wenn die Unterkunft etwa nicht mehr für Geflüchtete benötigt werde. Mit dieser Option habe die Verwaltung auf den hohen Bedarf an günstigen Wohnraum reagiert, teilt die Stadt abschließend mit.

ron

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