Kultur

Festivalgefühl beim zweitägigen Konzert „Vernetzt und Open-Air“

Lieber tanzen statt im Liegestuhl sitzen: Bei Diggin’ Gabriels Auftritt kam Stimmung auf. Die Peter-Gabriel-Coverband war Teil des zweitägigen Open-Air-Konzerts „Vernetzt und Open-Air“, das online übertragen wurde. Foto: BW
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Lieber tanzen statt im Liegestuhl sitzen: Bei Diggin’ Gabriels Auftritt kam Stimmung auf. Die Peter-Gabriel-Coverband war Teil des zweitägigen Open-Air-Konzerts „Vernetzt und Open-Air“, das online übertragen wurde.

Endlicher wieder auf der Bühne: Bei einem Open-Air-Konzert in Dietzenbach rocken Bands und Comedians das Publikum. 

Dietzenbach – Die Idee zu dem Open-Air-Konzert hatte DJ Sven Mayer. „Ich habe meine ganzen Kontakte angerufen und ihnen die Idee vorgestellt“, erzählte der aus Großostheim stammende Musikmanager. „Bands, Comedians, Caterer – alle waren sofort bereit, mitzumachen.  

“ Schließlich kam auch der Kontakt zu Veranstaltungstechniker Joel Schepermann vom Team des Capitols Dietzenbach zustande. Als er das Konzept vorstellte, waren die Verantwortlichen vom Capitol „sofort dabei. “.

Bis zuletzt war nicht klar, ob ein Open-Air-Konzert mit Zuschauern überhaupt möglich ist oder es wieder ein Livekonzert mit einer Übertragung im Internet sein wird, denn die Vorgaben aus der hessischen Staatskanzlei wechselten fast wöchentlich. Schließlich stand fest: Es wird an zwei Tagen mit je maximal 100 Zuschauern gefeiert.

Die Bühne und das Team stellten das Capitol Dietzenbach, das Corona-Sicherheitskonzept wurde entwickelt. „Wir müssen natürlich die Sicherheit der Mitarbeiter und der Besucher garantieren“, sagte Mayer. So konnten die Karten nur online bestellt werden, am Eingang standen Desinfektionsstellen zur Verfügung, die Besucher wurden persönlich empfangen und an den Platz geführt. Wer in seinem Liegestuhl lag, konnte seinen Mundschutz ablegen, ansonsten bestand Maskenpflicht. Aus Sicherheitsgründen gab es einen relativ großen Abstand zwischen Bühne und der ersten Zuschauerreihe.

Diejenigen, die den Weg aufs Gelände am Waldschwimmbad fanden, erlebten ein geballtes Programm: Drei Cover-Bands, drei Comedians und eine ausgefallene Koch-Show waren im Eintrittspreis von 25 Euro enthalten. „Das ist sensationell“, resümierte Irene Wilhelm. „Die Organisation ist perfekt, die Show ist absolut toll, der ganze Abend ist ein Erfolg.“ Auch Stefan Rogge war begeistert: „Das ist eine ganz tolle Vorstellung hier. Ich habe das letzte Konzert vor dem Corona-Lockdown mit Diggin’ Gabriel gesehen und jetzt sehe ich das erste Konzert nach dem Lockdown.“

Den Anfang machte Sven Hieronymus, „Der Rocker vom Hocker.“ Der Comedian arbeitet auch als Radiomoderator und erzählte Geschichten aus seinem Leben.

Die erste Coverband „Diggin’ Gabriel“ glänzte mit Liedern von Peter Gabriel. Schlagzeuger Georg Köhler zeigte sich nach dem Konzert begeistert. „Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht“, sagte er. „Uns fehlte die Bühne.“ Seinen Dank richtete er an das gesamte Team.

Die beiden Comedians Eser Eser und Shabazz Amir brachten das Publikum mit ihren Soloauftritten dann richtig zum Lachen. Nach dem Auftritt sagte Amir: „Endlich wieder auf der Bühne zu stehen, tut sehr gut, auch wenn der große Abstand zum Publikum nicht gerade ideal für einen Comedian ist.“ Richtig rockig wurde es bei den Coverbands „Sounds like“ und „Coversnake“, die sich auf ACDC und White Snake spezialisierten.

Doch damit nicht genug, denn es gab noch eine Menge Attraktionen. Ein ausgefallenes Showcatering zeigte Benjamin Bantschow. Sein Team servierte eine frisch zubereitete Kombination aus Shrimps und Rinderhüftsteaks. Eine Attraktion war das tiefgefrorene Popcorn. (Von Burghard Wittekopf)

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