Gemeinschaftsprojekt in Weißrussland 

Bau der Fotovoltaikanlage in Kostjukovitschi nimmt Gestalt an

Sensibilisierung für Nachhaltigkeit: Im Zuge des gemeinsamen Projektes der Partnerstädte erfahren Schüler in Weißrussland Wissenswertes über Umweltschutz und grüne Technologien. Foto: Stadt
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Sensibilisierung für Nachhaltigkeit: Im Zuge des gemeinsamen Projektes der Partnerstädte erfahren Schüler in Weißrussland Wissenswertes über Umweltschutz und grüne Technologien.

Dietzenbach unterstützt seine Partnerstadt Kostjukovitschi beim Aufbau ihrer Energieversorgung. 

Dietzenbach – Ein großes Gemeinschaftsprojekt beschäftigt weiterhin Dietzenbach und die Partnerstadt Kostjukovitschi: eine dezentrale, ökologisch nachhaltige Energieversorgung für die weißrussische Stadt. Dabei geht es zum einen um den transnationalen Austausch und die Zusammenarbeit beider Stadtverwaltungen, zum anderen darum, das ökologische Bewusstsein in der Region zu stärken.

Anfang dieses Jahres unterzeichneten Bürgermeister Jürgen Rogg und sein Amtskollege Aliaksandre Gorbatschowski einen entsprechenden Vertrag über den Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Turnhallendach des Regionalgymnasiums der weißrussischen Partnerstadt (wir berichteten). Trotz Corona-Krise ging das Projekt im Umfang von etwa 78 000 Euro, das aus Spenden und Fördermitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird, in den vergangenen Monaten voran, die Umsetzung ist in vollem Gange.

Wie in Deutschland bei Aufträgen in der Höhe wurden auch in Kostjukovitschi die Anlage und der Bau ausgeschrieben. Dabei halfen zwei Vertreter aus Dietzenbach. Neben dem CDU-Stadtverordneten Dietmar Kolmer reiste auch Michael Würz, Technischer Leiter der Städtischen Betriebe, nach Weißrussland, damit sie gemeinsam die umfangreichen Ausschreibungsunterlagen erstellen und ihre Expertise mit einfließen lassen konnten. „Das Prozedere ist fast wie bei uns in Deutschland“, sagt Kolmer, der Hauptinitiator des Projekts ist und auch dem Verein Freundeskreis Kostjukovitschi vorsteht. Das sei einer der Punkte, weshalb das Vorhaben so spannend sei, beide Stadtverwaltungen würden so viel über die entsprechenden Verfahrensweisen im jeweils anderen Land erfahren.

In einer Mitteilung informiert die Stadt nun darüber, dass das Vergabeverfahren abgeschlossen sei. Beauftragt mit dem Bau wurde das Unternehmen „Solar Time LLC“, ein entsprechender Vertrag sei bereits unterzeichnet. „Es ist ein zertifiziertes Unternehmen, dessen Bauteile auch in Deutschland zugelassen sind“, heißt es von der Stadtverwaltung. Dietmar Kolmer erzählt näheres zum Stand in Kostjukovitschi. „Das Unternehmen kümmert sich aktuell um notwendige Genehmigungen und bereitet alles für den Bau der Anlage vor.“ Er gehe davon aus, dass die Arbeiten wie geplant Ende Juni abgeschlossen werden können. „Was das Projekt betrifft, ist alles im Lot“, sagt Kolmer. Entsprechend der auch in Weißrussland geltenden Sicherheitsregeln könnten die Arbeiten weitergehen.

Nur was gegenseitige Besuche und Austausch betrifft, macht Corona den Partnerstädten eventuell einen Strich durch die Rechnung. Sobald die Installation der Anlage auf dem Dach des Gymnasiums abgeschlossen ist, sollte eine gemeinsame Abnahme von Vertretern beider Städte stattfinden, auch Dietmar Kolmer und Michael Würz wollten anreisen. „Das müssen wir jetzt natürlich von den dann geltenden Reisebestimmungen abhängig machen“, erläutert der Stadtverordnete.

Gleiches gelte auch für die offizielle Inbetriebnahme, bei der ebenfalls eine Dietzenbacher Delegation dort sein sollte. Auch ein Besuch der weißrussischen Jugendbotschafterin für nachhaltige Energie zu einer gemeinsamen Veranstaltung von Ernst-Reuter- und Heinrich-Mann-Schule, die im Zuge des gemeinsamen Projekts der Partnerstädte geplant war, musste aufgrund der Corona-Pandemie vorerst abgesagt werden. Die entsprechenden Termine nach hinten zu verschieben, sei aber kein Problem, versichert Dietmar Kolmer. 

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