Familienbetrieb

Dietzenbacher Deko-Großhandel: Seit 30 Jahren erfolgreich

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Keine Standardartikel: Marco Andreas und sein Vater, Geschäftsführer Jürgen Andreas, reisen für Inspiration regelmäßig um die Welt.

Ob hinter kleinen Ladentheken in der Altstadt oder in großen Hallen im Gewerbegebiet: Die Dietzenbacher Unternehmenswelt hat einiges zu bieten. In loser Reihenfolge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Diesmal haben wir die „Andreas GmbH“ besucht.

Dietzenbach – Ein paar letzte Handgriffe, dann ein zufriedenes Nicken. Im großzügigen Außenbereich der Andreas GmbH können die Dekorateurinnen Nina Weber und Vivien Goldner ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Mit leisem Plätschern laden die kleinen Brunnen dazu ein, bei Kaffee und einem guten Gespräch die Sonne zu genießen. Die Kunden des Großhandels kommen also nicht nur in Sachen Dekoration auf ihre Kosten.

Der Deko-Handel begann als Floristik-Bedarf

Seit 1989 existiert der Großhandel in der Marie-Curie-Straße, begann damals als Floristikbedarf auf gerade einmal 1000 Quadratmetern. Seitdem wurde der Großhandel dreizehn Mal umgebaut: Inzwischen ist die Fläche auf etwa 8500 Quadratmeter herangewachsen und bietet neben Töpfen und Kunstblumen auch Künstlerbedarf und Gourmetartikel. Letzteres etwa als Tee, Schokolade oder Likör. „Es ergänzt sich alles“, sagt Marco Andreas, Sohn des Geschäftsführers Jürgen Andreas. 

Der BWL-Student packt bereits im elterlichen Betrieb mit an. Das Auge fürs Detail hat er wohl in die Wiege gelegt bekommen. Auf die Frage, was gute Dekoration ausmache, antwortet er: „Es gibt dafür keine Formel, es ist ein Gefühl.“ Dementsprechend warten auf den Kunden so gut wie keine Standardartikel im Sortiment. Denn das ändert sich stetig.

Dekoexperten suchen sich Inspiration auf der ganzen Welt

Für Inspirationen reisen die Dekoexperten regelmäßig durch Asien oder Amerika. „Wenn uns etwas gefällt, nehmen wir es mit“, sagt der 23-Jährige. Und das merkt man im Angebot: Hier gleicht nichts dem anderen, alles besticht durch eine eigene Ästhetik. Thematisch aufgeteilt ist für jeden Geschmack etwas dabei. Von floral über maritim bis industriell. Zwischen den Regalen hat man selbst das Gefühl, den Kontinent zu wechseln. Sich selbst einen Urwald ins eigene Heim zu holen, kam als Trend im vergangenen Jahr auf. „Der ‚Urban Jungle‘ wird sich in diesem Jahr noch fortsetzen“, schätzt der 23-Jährige. Die beiden Hauptsaisons, zu denen die Artikel fast komplett ausgetauscht werden, sind Frühling und Weihnachten. Die erste Saison ist also geprägt von Oster- und Frühlingsdeko, geht bis zu Lichterkette und Liegestuhl, die laue Sommernächte schöner machen. „Für Weihnachten müssen wir dann auf weitere Kassen zurückgreifen, die sonst stillliegen“, verrät Andreas. Der Ansturm der Kunden aus dem Rhein-Main-Gebiet ist dann am größten.

Auch Kulinarisches kann erworben werden

Doch auch kulinarisch führt die Reise ins Schlaraffenland: Ausgefallene Brotaufstriche, süß oder herzhaft, teilen sich den Gastrobereich mit Gewürzmischungen und Essigen aller Art. Das hauseigene Bistro ist vor etwa vier Jahren nicht nur innerhalb der Hallen umgezogen, sondern hat sich im Zuge dessen auch um einige Quadratmeter und Mitarbeiter vergrößert. Ob Frühstücksbuffet, Drei-Gänge-Menü oder ein Feierabendbier – vor, während und nach dem Einkauf sind die Möglichkeiten zahlreich. Selbst nachts noch: Der Großhandel veranstaltet regelmäßig Events, etwa den „Mädelsabend“, an dem den Kundinnen der Laden bis Mitternacht gehört. „Im ersten Stock entsteht dann auch eine Tanzfläche“, erzählt Andreas. Die Räumlichkeiten und Außenanlage werden für jedes Event umgeräumt. „Hier gibt es wirklich jeden Tag etwas anderes zu tun“, meint Dekorateurin Goldner. Auch für Hochzeiten, Firmenfeiern oder Geburtstage lässt sich der Großhandel mieten, auf Wunsch mit Catering aus dem hauseigenen Bistro. Und weitere Pläne? „Gibt es viele“, sagt Andreas, „wir haben noch hunderte Ideen, die wir umsetzen wollen“. Infos zur Kundenkarte für gewerbliche Kunden gibt's auf andreas-gmbh.de.

Von Lisa Schmedemann

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