Rüstzeug für die Zukunft

Neue Leiterin der Aue-Schule setzt auf frische Ideen

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Sabine Wunderlin ist die neue Leiterin der Aue-Schule. 

Rund um die Aue-Schule sind Rasenmäher und Motorsägen zu hören, Männer jäten Unkraut, bringen den Schulhof auf Vordermann. Und auch im Gebäude geht es geschäftig zu. Schulbänke und -stühle stehen auf dem Flur, Klassenräume werden geputzt und neu eingeräumt. 

Dietzenbach – Mit Schulstart tritt auch die neue Leiterin der Grundschule, Sabine Wunderlin, offiziell ihr Amt an. „Natürlich bin ich aber schon die ganze Zeit mit den Vorbereitungen beschäftigt.“ Seit gut zwei Wochen arbeitet sie an Stundenplänen, spricht mit den Kollegen, plant, organisiert. Sie sitzt an einem kleinen Tisch in ihrem neuen Büro, in das sie gerade erst eingezogen ist. Bisher habe sie es nur geschafft, zwei Bilder aufzuhängen. Auf die neuen Aufgaben freut sich Sabine Wunderlin. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Stelle übernehmen darf, allerdings auch ein bisschen aufgeregt.“ Sie sei aber davon überzeugt, dass sich alles gut fügen werde.

Mit Schülern, Kollegen und internen Prozessen ist die neue Direktorin bereits vertraut. Schon seit 2001 ist sie Lehrerin an der Aue-Schule, seit acht Jahren stellvertretende Leiterin. Mit ihrer Vorgängerin Angela Heußler, die sich zum August in den Ruhestand verabschiedete, hat Sabine Wunderlin in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet. Gemeinsam mit der zweiten Stellvertreterin Tina Eck übernahm das Schulleitungsteam viele Aufgaben, die anstanden, gemeinsam. „Natürlich hatte ich nie die Gesamtverantwortung, das wird sich jetzt ändern“, sagt Wunderlin.

Enge Zusammenarbeit

Auch künftig will sie auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium setzen. Dass die Kollegen sie bei der Entscheidung, die Schulleitung zu übernehmen, unterstützten, war für Sabine Wunderlin darum die Grundvoraussetzung. Vor allem das positive Feedback habe sie dazu bewogen, sich auf die Stelle zu bewerben. „Ich kann nur mit dem Kollegium zusammen. Anders wäre es nicht gegangen.“ An der Aue-Schule, das betont die neue Schulleiterin, zählt eben das Miteinander. Das gilt für Lehrer ebenso wie für Eltern und Schüler.

Die demokratischen Strukturen an der Schule, die unter ihrer Vorgängerin gewachsen sind, möchte Sabine Wunderlin weiter fördern. Institutionen wie das Schülerparlament und den Klassenrat ebenfalls vorantreiben.

„Die Partizipationen von Schülern, Eltern, Lehrern ist mir wichtig, alle sollen in Entscheidungen eingebunden werden“, sagt sie. Ihr sei es ein persönliches Anliegen, dass Kinder demokratische Werte kennenlernen und verstehen, wie bedeutend sie für die Gesellschaft sind. 

Rüstzeug für die Zukunft

„Die Schüler sollen von uns das Rüstzeug für ihre Zukunft mit auf den Weg bekommen.“ Sich gegenseitig in aller Vielfalt zu tolerieren, das gehöre mit dazu. Vielfalt, die liegt Sabine Wunderlin auch am Herzen, wenn es um den weiteren Bildungsweg ihrer Schüler nach der vierten Klasse geht. Dass der nicht übers Gymnasium zum Studium führen muss, darauf möchte sie Eltern als Schulleiterin verstärkt aufmerksam machen. „Es muss gesellschaftlich anerkannt werden, wie wertvoll Menschen mit Berufsausbildung sind.“ Selbst unterrichten wird die Direktorin ab Montag nur noch zwölf Stunden pro Woche. Mehr sei in der Position kaum möglich. Viel Zeit wird sie wohl in ihrem Büro verbringen, planen, organisieren.

Auch wenn Sabine Wunderlin vieles, was Angela Heußler umgesetzt hat, fortführen wird, will sie das doch mit ihrer eigenen Handschrift tun. „Ich werde die Schulkultur weiter pflegen. Aber mit jeder Person kommen auch neue Ideen.“

Von Lena Jochum 

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