Mehr Angebote

Das Museum wird zum Kinosaal

+
Probesitzen im künftigen Kinosaal: Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Hans Scholze, freut sich auf die Vorstellungen.

Vom historischen Schwarz-Weiß-Film bis zum modernen Imagefilm der Stadt. Das Museum für Heimatkunde und Geschichte wird zum Kinosaal und ist um einige Angebote reicher. Die Streifen reichen zurück bis ins Jahr 1928.

Dietzenbach – Noch ist der Saal leer, die Leinwand weiß im Museum für Heimatkunde und Geschichte in der Darmstädter Straße. Doch das soll sich, wenn möglich, schon am Freitag, 14. Juni, ändern. Dann startet dort eine Reihe von Filmvorführungen. „Die Idee ist vor drei bis vier Jahren geboren“, sagt Hans Scholze, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins.

„Gezeigt werden Beiträge von 1928 bis zum modernen Imagefilm der Stadt“, betont Scholze. „Wir werden die Abende immer einem gewissen Thema unterstellen und schön aufteilen.“ Zunächst soll sich das Ganze auf drei bis vier Wochenenden im Jahr beschränken. „Freitags wird der Filmabend stattfinden und sonntags während der normalen Öffnungszeit des Museums werden wir noch einmal Ausschnitte zeigen“, erläutert Scholze. Der erste Abend trägt den spannenden Titel ‘Dietzenbach gestern und heute’“.

„Wir haben insgesamt rund 200 Dokumente“, verrät Scholze. Und die Themen seien breit gefächert. „Wir können einen guten Überblick der Stadtentwicklung geben.“ Die sei besonders in Dietzenbach interessant, das vor 50 Jahren noch einem kleinen Dorf glich. Scholze: „Wir haben zahlreiche Filme über die Feste der Stadt, vom Sport- bis zum Feuerwehr- oder Kirchfest.“ Besonders gefällt dem Vorsitzenden die Technik, auf die das Team des Heimat- und Geschichtsvereins zurückgreifen kann. „Die Soundanlage ist richtig gut, damit können wir auf eine schöne Atmosphäre schaffen.“ Doch nicht jeder Film hatte zur damaligen Zeit zwangsläufig Ton. „Wir haben einen Streifen zur Kirchweih von 1954. Das sind acht Minuten kompleter Stummfilm. Dafür habe ich mit unserem Vereinsmitglied Richard Becker extra ein paar Texte eingesprochen. Außerdem haben wir Musik daruntergelegt.“ Das mache auch Filme interessant, die vielleicht auf den ersten Blick etwas langweilig wirken.

Doch wie kommt es dazu, dass es im Museum jetzt neben Vorträgen, Führungen und Ausstellungen auch Filmabende gibt? „Wir wollen die Attraktivität steigern“, sagt Scholze. „Der Raum bietet sich an und wir hoffen, dass wir so noch mehr Leute ins Museum bekommen.“ Denn das ehrenamtliche Team leistet bereits ganze Arbeit. 80 bis 100 Schulgruppen besuchen jährlich die Räume samt Exponaten an der Darmstädter Straße. „Wir beteiligen uns an der Nacht der Lichter, am Internationalen Museumstag und haben auch sonst immer wieder Veranstaltungen.“ Der Raum, in dem die Filmvorführungen stattfinden, bietet Platz für 35 Personen. „Wir hoffen, dass die Idee gut angenommen wird.“

Und ein paar ganz besondere Vorstellungen hat der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins auch noch im Gepäck. „Wir haben uns vom Spiegel einige Dokumentationsfilme zusenden lassen und zeigen sie zum Thema ‘Als der Krieg nach Deutschland kam’“, verrät Scholze. „Wir wollen allerdings auch alte Projektionsfilme verarbeiten und so ein Flimmerkino schaffen, wie es so mancher aus der Vergangenheit kennt.“ Da gebe es auch für diejenigen was zu entdecken, die die vergangenen Jahre in der Kreisstadt verbracht haben. „Es ist schon spannend, wenn man alte Aufnahmen sieht und erkennt, wie es dort früher ausgesehen hat.“

Kinoabend im Museum

Der Auftakt der Filmreihe findet am Freitag, 14. Juni, um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Am Sonntag, 16. Juni, wird es um 15.30 und 16.30 Uhr Ausschnitte aus dem Beitrag „200 Jahre Kirchweih“ geben. Der nächste Filmabend findet im November statt.

VON PATRICK EICKHOFF

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare