MB-Massiv-Bau GmbH stellt Konzept vor

Pläne für neues Wohnquartier südlich der Grenzstraße vorgestellt

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Pläne für neues Pläne für neues Wohnquartier südlich der Grenzstraße vor

Im südlichen Anschluss an Dietzenbachs Ortsrandlage könnte in absehbarer Zeit gebaut werden. Das hat die MB-Massiv-Bau GmbH im Sinn, die östlich der Schillerstraße und südlich der Grenzstraße auf rund 1,16 Hektar für 55 Wohneinheiten sorgen möchte. 

Dietzenbach – Benannt wird das Areal mit „Die Hainäcker“. Die Parlamentarier beschäftigt in der Folge derzeit eine Vorlage des Magistrats, nach der sie die Einleitung eines Verfahrens für diesen vorhabenbezogenen Bebauungsplan beschließen sollen.

Das städtebauliche Konzept sieht laut dem Antrag „einen Mix unterschiedlicher Wohnformen entsprechend aktueller Nachfrage auf dem Dietzenbacher Wohnungsmarkt vor“. Geplant sind demnach ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen, vier Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohnungen, sechs Atriumhäuser mit je einer Wohneinheit, zwölf Reihenhäuser sowie acht Doppelhäuser mit jeweils einer Wohneinheit. Sowohl die architektonische Formsprache als auch die Ausgestaltung der einzelnen Baukörper ähnelten sich untereinander. Die Häuser sollen sich beim Material und der der Höhe am umliegenden Bestand an der Grenzstraße orientieren. Thema sind auch Spiel- und Begegnungsflächen. Weil Erstere im südlichen Dietzenbach im Verhältnis zum Bedarf zu gering ausfielen, gelte es, mit der Firma eine vertraglich fixierte Vereinbarung zu treffen, nach der sie sich finanziell an einem neuen, quartiersnahen Spielplatz beteiligt.

Ebenso werde der „Vorhabenträger die Herstellung der Pflanzenflächen, Gemeinschaftsflächen und Nebenanlagen übernehmen.“ Was die mögliche Beeinträchtigung der Nachbarschaft infolge eines erhöhten Verkehrsaufkommens angeht, werde die Firma eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag geben. Umweltplanerische Aspekte seien von den Plänen „nicht erheblich“ betroffen. Geführt würde dieser vorhabenbezogene Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren, wonach beispielsweise von einer frühzeitigen Beteiligung der Bevölkerung abgesehen werden könnte.

Um Fragen zu beantworten und das Projekt vorzustellen, hatte sich Uwe Werkmann, Geschäftsführer der Werkmann-Gruppe, zu der die MB-Massiv-Bau GmbH gehört, für den Ausschuss für Städtebau- Verkehr und Umwelt angekündigt. Dass die Fraktionen mit dem Vorhaben zumindest nicht in seiner Gänze mitgehen wollen, war schon ob der Änderungsanträge keine Überraschung. Die Grünen sprachen sich etwa für ausreichend Ladesäulen für Elektroautos und -fahrräder aus oder dafür, dass mit einem Baum je Reihenhaus anstatt mit einem Baum für je zwei Reihenhäuser geplant werde. E-Ladestationen werde man integrieren, bekräftigte Werkmann, ein Baum pro Wohnhaus sei problemlos möglich. Der von der Fraktion adressierten Forderung nach der Nutzung von Solarenergie allerdings erteilte er eine Absage. „Unter einem Solarpanel wird die Begrünung nicht halten.“

Die CDU beantragte eine Änderung, nach der maximal 45 Wohneinheiten realisiert werden sollen und jedes Reihenhaus sowie jede Doppelhaushälfte eine Quadratmetergröße von mindestens 120 ausweist. Bei der strategischen Zielplanung (wir berichteten) habe schließlich Einigkeit darüber geherrscht, dass eine zu hohe Verdichtung dringend zu vermeiden sei. „Nur so lässt sich eine qualitativ hochwertige Bebauung realisieren und die Verkehrssituation entspannen“, meinte die CDU.

Bei der Verdichtung liege man in der Vorgabe, sagte Werkmann. Außerdem wolle man auch bezahlbaren Wohnraum schaffen. Auf den Änderungsantrag der SPD hin betonte Werkmann aber auch: „Eine ortsübliche Miete ist die, die bezahlt wird.“ Die Sozialdemokraten hatten gefordert, dass mindestens ein Drittel der Wohneinheiten in den Mehrfamilienhäusern zur Vermietung mit ortsüblicher Miethöhe vorgesehen sein sollen. Außerdem wünscht man sich, dass in den Bebauungsplan ein Mehrgenerationenplatz aufgenommen wird, dessen Kosten der Investor trägt.

Die Forderung nach einer Vermietung sei zwar unüblich, meinte Werkmann, jedoch sollen zwei Einfamilienhäuser, die an Investoren verkauft werden, und eines im Bestand wohl jenem Zweck dienen. Was den Mehrgenerationenplatz angehe, sei es sinnvoll, diesen durch eine Abgabe an anderer Stelle mitzufinanzieren, anstatt ihn an einer „Feldrandlage“ zu planen. Eine Abstimmungsempfehlung gab es nicht, die Fraktionen noch darüber beraten.
VON CHRISTIAN WACHTER

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